Schätze im Waldboden

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Einleitung

Die Schweizer Wälder stecken voller Überraschungen: Dort wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, verbirgt sich eine kostbare Delikatesse unter der Erde. Mit ihrem treuen Begleiter, dem Trüffelhund Faletto, erzählt Christine alles rund um die Trüffelsuche in der Schweiz. Ein kulinarischer Abschluss darf auch nicht fehlen.

Auf den Spuren des schwarzen Goldes

Es ist Montagmorgen um 9:30 Uhr. Dicke Nebelschwaden verhüllen die Baumwipfel und sorgen für eine mystische Stimmung an diesem herbstlichen Morgen. Auf einem Parkplatz im Wald zwischen den Kantonen Aargau und Zürich öffnet Christine den Kofferraum ihres Autos. Voller Vorfreude springt Faletto aus dem Auto. Voller Freude rennt er zum Waldrand, schnuppert am Gras und kommt zurück zum Auto. Der Hund ist bereit für die Arbeit. Es ist Trüffelsaison. 

Die Suche ist Teamarbeit

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Christine Schmid nimmt Faletto an die Leine, hängt ihre Tasche um und spaziert los. "Es ist das Schönste, am frühen Morgen im Wald unterwegs zu sein." Die Trüffelsuche ist ihre Leidenschaft. Über mehrere Jahre war sie Mitglied der Schweizerischen Trüffelvereinigung und weiss alles über die schwarze Knolle. 

Christine Schmid

Heute mit dabei ist Faletto. Der drei jährige Rüde stammt aus der Zucht von Christine. Sein Name kommt nicht von irgendwo: Christines Liebe zu Wein haben ihm den Namen eines Rotweins aus dem Piemont verschafft.

Faletto 
Nur im Team erfolgreich, denn die Trüffelsuche ist Teamwork.
Ohne meine Hunde würde ich keine Trüffel finden.
Christine Schmid, Trüfflerin

Der Nase nach

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Faletto ist ein Lagotto Romagnolo. Diese Hunderasse eignet sich besonders gut für die Trüffelsuche aufgrund ihrer hervorragenden Nasenarbeit und ihres Arbeitswillens. Doch im Grunde kann jeder Hund zu einem Trüffelhund werden. Optimalerweise beginnt die Ausbildung bereits im Welpenalter auf spielerische Art und Weise. Mit viel Lob und Anerkennung wird den Hunden auf spielerische Art und Weise die Trüffelsuche beigebracht. Eins ist wichtig, das betont Christine mehrmals: «Von Anfang an mit echten Trüffel üben.» Beim Trüffelöl oder anderen Lebensmittel fehlen essentielle Duftstoffe. 

Ein absolutes Muss: die Regeln einhalten

Damit ein Fundort möglichst viel Ertrag bringt, gibt es einige Regeln zu beachten. Das Wichtigste ist, dass beim Trüffelausgraben entstandene Loch wieder zu schliessen. Ansonsten trocknen die Feinwurzeln der Bäume aus und die Trüffel können nicht mehr gedeihen. Wird zu einem Fundort Sorge getragen, kann dort über mehrere Jahrzehnte Trüffel geerntet werden. 

Wo lassen sich Trüffel finden?

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Auf diese Frage hat Christine eine klare Antwort: Der genaue Fundort eines Trüffels wird niemals verraten. Dies ist ein Ehrenkodex unter Trüfflern und Trüfflerinnen. Was klar ist, welche Umstände der Trüffel braucht, um zu gedeihen. Die Burgundertrüffel erscheinen insbesondere in kalkhaltigen Böden. Dort wachsen sie in Symbiose mit den Feinwurzeln von Eichen, Hagenbuchen, Linden und Hasel. Ein Mischwald ist also der optimale Ort, um das schwarze Gold zu finden. 

Mischwälder sind der optimale Ort für das Gedeihen der Trüffel.
Hier habe ich über mehrere Jahre Trüffel gefunden und dann kam der Biber.
Christine Schmid, Trüfflerin

Das schwarze Gold

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  • Tuber Uncinatum (Burgunder) Die Saison des Burgundertrüffels dauert von Oktober bis Dezember. 
  • Tuber Aestivum (Sommer) Die Sommertrüffel lässt sich zwischen Mai und September finden. 
Das intensive Aroma mit Noten von Nüssen, Pilze und einen Hauch von Gewürze begeistert.

Der Star der Küche

Der Burgundertrüffel ist ein wahres Multitalent - ob als Aperitif, Vorspeise, Hauptgericht oder Dessert. Sein einzigartiges Aroma entfaltet sich am besten in Kombination mit reichhaltigen, fetthaltigen Zutaten. Um sein Aroma zu bewahren, sollte er in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden. Dieser Trüffel ist ein ausgezeichneter Geschmacksverstärker und lässt sich gut mit milden Zutaten kombinieren, um Gerichte zu verfeinern.

Risottoreis aus dem Aargau, selbst gefundene Trüffel - besser kann ein Risotto nicht sein.

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