Samichlaus, Saint-Nicolas, Son Niclao – ein Brauch so vielfältig wie die Schweiz
Laut oder leise, sanft oder strafend, der schweizerische St. NIkolaus hat viele Gesichter.
Rot oder weiss - das ist hier die Frage. Die katholischen Gebiete durchstreift der Nikolaus im weissen Bischofsgewand, an seiner Seite der Knecht «Schmutzli». Dieser tadelt und belohnt Kinder mit Süssigkeiten, Mandarinen oder Nüssen. Der rote Mantel ist hingegen die Kleidung des reformierten «Samichlaus», dieser führt häufig eine Rute aus Reisig mit. Daneben ist der Weissbärtige auch in Begleitung eines Esels anzutreffen, welcher einen Sack aus Jute trägt, gefüllt mit Präsenten.
Die sogenannten Klausbräuche konzentrieren sich in der Regel auf den Nikolaustag, den 6. Dezember, jedoch mit Ausnahmen. Im Glarnerland beginnen die Anlässe bereits Ende November, während der Brauch im Appenzeller Hinterland bis in den Januar dauert. In diesen und weiteren Teilen der Schweiz werden mit viel Lärm vorchristliche und keltische Traditionen gelebt. So sollen Glockengeläut oder Peitschenknall angeblich böse Geister vertreiben.