Berghochzeit am grossen Aletschgletscher „Let’s party!", gibt der Pfarrer dem Brautpaar mit auf den Weg – in der kleinen Kapelle auf der Riederalp, hoch oben in der Aletsch Arena.

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Aber wie: Um genau diese reizvollen Gegensätze geht es bei einer Berghochzeit.

Die Riederalp liegt auf einem Hochplateau auf 2000 Metern Meereshöhe, und das Gebiet um den Grossen Aletschgletscher wurde von der UNESCO 2002 zum Weltnaturerbe gekürt. Eben dort wollten Marion und Püli heiraten, am 18.8.18, in der kleinen, strahlend weissen Kapelle mit urigem Schindeldach und einem prachtvoll vergoldeten Altar.

Wedding couple at Aletsch glacier

Marion wunderte sich, warum die Trauzeugin zur Unzeit zu drängen begann, man solle doch langsam aufbrechen zur Gondel, die hinauf zur Riederalp führt. Die Gondeln fahren doch immer, dachte die Braut. Doch nicht die eine Gondel, die die Freundinnen so wunderschön dekoriert hatten, mit Luftballons und Herzchen, es gab Prosecco…

Leider dauert die Fahrt nur 13 Minuten. Es war so toll, mit den Mädels da hinauf zu schweben, wenn auch ein bisschen eng mit dem voluminösen Rock…
Marion, die Braut

Da ist man draussen auf der Wiese, schaut Richtung Moosfluh, die Riederfurka und die Riederalp… Wir hatten es wunderschön dort in der Sonne, alle haben geplaudert und ein Musiker hat auf der Handorgel (Akkordeon) gespielt.“

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Und dann entdeckte einer der Gäste die beiden Regenbögen, die hoch über den Bergen standen. „Das war für die Familie ein sehr besinnlicher Moment“, erinnert sich Marion. „Pülis Eltern waren erst vor kurzem verstorben, und jetzt waren wir hier alle versammelt, die ganze Familie, und es war, als ob die beiden von oben zuschauten.“

Nach dem Apéro hatte das Brautpaar eine halbe Stunde Pause eingeplant – eigentlich für die Gäste, damit sie sich umziehen und frisch machen könnten, vielleicht kurz die Füsse hochlegen. „Und letztendlich war diese halbe Stunde für uns einer der schönsten Momente des ganzen Tages“, erzählt Marion. „Wir haben uns auf den Balkon unseres Zimmers gesetzt – auch das war toll dekoriert mit Rosenblättern und hat einen unglaublichen Panoramablick –, und dann haben wir gesprochen, über uns, was da jetzt alles passiert ist. Es war unsere halbe Stunde, auch wenn die Motivation eigentlich die war, den Gästen eine Verschnaufpause zu gönnen.“

Denn diese waren bis dahin durchgehend auf den Beinen: Während nämlich Marion und Püli vor der Kapelle Hochzeitsfotos machten, spazierten die Gäste hinüber zum Apéro beim Restaurant Alpenrose. „Wir haben die Bilder tatsächlich in einer Viertelstunde gemacht“, versichert Marion. „Es ist hier einfach so schön, da muss man nicht gross nach Locations suchen. Wir sind an vier, fünf Plätze rund um die Kapelle gegangen und schon waren wir fertig.“ Das Brautpaar ist dann mit einem Elektrofahrzeug zum Apéro gefahren (denn die Aletsch Arena ist hier oben autofrei) – und war da, bevor die letzten Gäste ankamen.

Ideal fanden Marion und Püli, das Fest dort zu feiern, wo auch alle Gäste übernachten konnten: In den Art Furrer Hotels, gab es genug Zimmer für alle. Und auch das Fest wird Marion nie vergessen: „Ich hab so viel gelacht… Ich durfte einen Mann auswählen, der musste zu jeder vollen Stunde krähen; und morgens um 3 sassen wir alle am Boden, haben gerudert zum, Knallroten Gummiboot’“. Genau so, wie der Pfarrer nach der Trauung segensreich gesprochen hatte: Let’s party…

  • 300 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege
  • 20 Viertausendern
  • 2000 m ü. M.