Alpenpässe-Weg
Übersicht
Einleitung
Beim Aufstieg von Thalkirch eröffnet sich eine prächtige Aussicht über den Naturpark Beverin. Über das Güner Lückli transportierten die Safier einst Waren an den Markt nach Ilanz. Im Wald oberhalb des Val da Pitasch steigt der Weg hinab bis an den Fluss Glenner und hinauf nach Vella.
Beschreibung
Diese lange Etappe beginnt beim Berggasthaus Turra im Safiental. Das abgeschiedene Seitental der Bündner Surselva ist stark von der Kultur der Walser geprägt. Verstreute Weiler und Höfe sind Zeitzeugen der Besiedlung des Tales. Der Rabiusa entlang erreicht man die Kirche in Thalkirch, die von einem typischen «Stegelzuun» (Schrägzaun) umgeben ist. Anschliessend wird bergauf durch den Bawald zur Camaner Hütta gewandert. Nur eine Serpentine, jedoch stattliche 200 Höhenmeter weiter unten, befindet sich Camanaboda, die höchste ganzjährig bewohnte Siedlung im Safiental. Camanaboda ist ein schönes Beispiel der Walser Siedlungslandschaft.
Auf dem steilen Weg zur Zalöner Alp öffnet sich die Aussicht über den Naturpark Beverin und zum gleichnamigen Gipfel Piz Beverin (2998m). Rund um den Gipfel erstreckt sich der 412km2 grosse Park, in dem der Capricorn (Steinbock) zu Hause ist. Die Wiesen sind mit Heidekraut übersät. Bergwärts über Weiden und vorbei an alarmschlagenden Murmeltieren erreicht man wenig später das Güner Lückli auf 2470 Meter Höhe.
Über den Passübergang führte früher ein Transitweg vom Safierberg über die Safier Alpen nach Pitasch und Castrisch. Es war einer der ersten Bündner Übergänge vom Vorderrhein nach Chiavenna. Es folgt ein eher schlecht markierter Weg hinunter zur Alp Gretg. Auf dem Piz Radun sieht man mit etwas Glück Gämsen. Die Weitsicht reicht übers Val Lumnezia zum Surselva Tal bis hin zum Oberalpstock und dem Tödi. Weiter durch den Wald oberhalb des Val da Pitasch wird nach weiteren gut zweieinhalb Stunden Duvin erreicht.
Nach dem kleinen Weiler folgt ein steiler Pfad nach Planezzas hinunter. Weiter auf der Hauptstrasse überquert man bei Peiden Bad den Glenner (rät.: Glogn). Der Wildfluss entspringt zwischen Piz Terri und Piz Scharboda und durchfliesst das Val Lumnezia. Bekannter und grösser ist der Valser Rhein, welcher in Suraua in den Glenner und später bei Ilanz in den Vorderrhein mündet. Immer noch auf der asphaltierten Strasse geht’s wieder aufwärts nach Peiden. Nun folgt noch die letzte Wanderstunde, unterhalb von Cumbel vorbei nach Vella, wo die lange Etappe mit über 3000 Höhenmetern hinauf und hinunter endet.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Turra
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|---|---|
| Zielort |
Vella
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| Aufstieg |
1450 m
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| Abstieg |
1950 m
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| Distanz |
28 km
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| Dauer |
9 h 15 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
9 h 45 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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Fakten
Routennummer
