Chemin des Bisses
Übersicht
Einleitung
Der Bisse de Vex entlang nach Mayens de Sion. In Hérémence mächtige Betonkirche, in Euseigne überrascht die Märchenwelt der Erdpyramiden und lädt zum Träumen ein. Anstieg nach St. Martin, das wie ein Adlernest an der Talflanke des Val d’Hérens klebt.
Beschreibung
Veysonnaz, ein kleiner Ferienort auf etwa 1’200 Meter Höhe, bietet eine Aussicht über das Rhonetal, die nördliche Alpenkette des Wallis und den vergletscherten Plaine Morte.
Die Wanderung führt entlang der Suone Bisse de Vex, einem historischen Bewässerungskanal, der im frühen 15. Jahrhundert erbaut wurde. Nach einer umfassenden Sanierung führt diese Suone auf ihrer gesamten Strecke von über 12 Kilometern frisches Wasser aus den Bergbächen zu den trockenen Weiden, Feldern, Weinbergen und Obstplantagen.
Kaum verlässt man die bewaldeten Abschnitte, gelangt man nach Les Mayens-de-Sion. Auf dem Weg und beim Erkunden des Dorfs stösst man auf verschiedene Kapellen, die im Wald versteckt sind und auf das damalige Patriziat von Sitten / Sion hinweisen. Das Patriziat von Sitten spielte über Generationen hinweg eine bedeutende Rolle in der Regierung und Verwaltung der Stadt. Im Sommer zogen die Patrizierfamilien hoch in die Mayens / Maiensässe oder Sommerresidenzen, wie Les Mayens-de-Sion, um der Hitze der Stadt zu entkommen. Dort verbrachten sie einige Monate in ihren für damalige Verhältnisse luxuriös ausgestatteten Chalets, die als Statussymbole galten. Damit es der noblen Bourgeoisie auch fernab der Stadt an nichts fehlte, wurden eine Poststelle, ein Lebensmittelladen und natürlich die Kapellen für die Sonntagsmesse errichtet.
Der nächste Ort auf dem Weg ist Hérémence. Die Kirche St. Nikolaus ist eine beeindruckende Sehenswürdigkeit. Sie wurde dem Heiligen Nikolaus gewidmet und vom Basler Architekten Walter Förderer entworfen, der sie wie einen Felsen aus Beton inmitten des Dorfes errichtete. Obwohl die Kirche anfangs in der ganzen Schweiz für Diskussionen und viel Kritik sorgte, ist sie seit ihrer Errichtung im Jahr 1968 ein stolzes Wahrzeichen des Dorfs.
Weiter auf der Etappe gelangt man zur Brücke Pont de Letévèno, die über den Bach La Dixence führt. Er entspringt im Bereich des Lac des Dix, wo der Grande-Dixence-Staudamm, einer der höchsten Gewichtsstaumauern der Welt, errichtet ist. Der Staudamm erlangte dank des James Bond Films «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» aus dem Jahr 1969 internationale Bekanntheit.
Das nächste Highlight auf dieser Etappe sind die Pyramiden von Euseigne. Diese Strukturen mit einer Höhe von 10 bis 15 Meter entstanden durch jahrhundertlange Erosionsprozesse. Die Steinblöcke auf der Spitze schützen das darunter liegende weichere Moränenmaterial vor Erosion und verleihen den Pyramiden ihre markante Form.
Die Wanderung führt weiter nach La Luette, wo der anstrengendste Teil der Etappe wartet. Nach einem Anstieg von ungefähr 500 Höhenmetern in die Talflanke des Val d‘Hérens erreicht man schliesslich St-Martin, das Ziel der Etappe.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Veysonnaz
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|---|---|
| Zielort |
St-Martin
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| Richtung |
Einweg
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| Höhe (Meter über Meer) |
1200 m ü.M.
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| Aufstieg |
950 m
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| Abstieg |
900 m
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| Distanz |
18 km
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| Dauer |
5 h 50 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
5 h 45 min
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Geeignete Jahreszeit |
Mai - Oktober
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| Thema |
Mit Panoramaaussicht, Entlang dem Wasser
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Fakten
Routennummer
