Graubünden-Route
Übersicht
Einleitung
Transitgebrumme im Tunnel, relative Ruhe beim Kurbeln hinauf zum Bernhardinpass. Eine hochgelegene mystische Moorlandschaft, geprägt von Gletscherschliff, Rundhöckern und Seeaugen, wo Libellen jagen und Grasfrösche sich verstecken.
Beschreibung
Splügen, Hauptort des Rheinwalds, stand während Jahrhunderten im Zeichen des Säumerverkehrs über die Alpen. Sonnengebräunte Walserhäuser, italienisch anmutende Steinhäuser und herrschaftliche Villen aus dem 19. Jahrhundert prägen das Ortsbild. Splügen gilt als eines der am besten erhaltenen und gepflegten Dörfer Graubündens. Es wird darauf geachtet, dass nach traditioneller Bauart renoviert wird. Wie anno dazumal werden Hausdächer mit schweren Gneisplatten belegt. Schwer beladen sind auch die Brummis auf der nahen Autobahn, welche durchs Tal des Rheinwalds dröhnen. Kaum gestört von alldem geht es per Velo durch eine herrliche Landschaft. Hat man nach dem Weiler Gadastatt den Fluss überquert, folgt ein ausgesprochen hübscher Wegabschnitt mit interessanten Waldpassagen. Auch in den alten Walsersiedlungen Nufenen oder Hinterrhein bliebe man gerne etwas länger. Etwa um mit einem Feldstecher die Hänge nach einem Bündner Wappentier abzusuchen oder um würzigen Bergkäse zu geniessen.
Geniessen kann man beim Parkplatz Nordportal von Hinterrhein auch einen ausführlichen Blick auf die Serpentinen des San Bernardino. Die Fahrzeuge auf der A13 verschwinden dann aber ganz schnell wieder im 6,6 Kilometer langen San-Bernardino-Tunnel, welcher das deutsch- mir dem italienischsprachigen Graubünden und später dem Tessin verbindet. Der San Bernardino gilt nach dem Gotthard-Tunnel als die wichtigste Alpenquerung der Schweiz. So wichtig, dass auch vereinzelte Zugvögel Wind davon bekommen haben. Warum sonst sollten sie den Tunnel als Transitkorridor nutzen? So, dass manchmal der Verkehr angehalten werden muss, damit alle Vögel ungestört von A nach B gelangen können.
Demzufolge ungestörter als durch, fährt es sich mit dem Velo über einen der schönsten Alpenpässe der Schweiz. Viele Kurven führen hinauf in eine topografisch reich gegliederte Gebirgslandschaft. Gletscherschliffe – vom Eis glatt geschliffene Gesteinsflächen –, Rundhöcker mit Hunderten von kleinen Seen sowie einzigartige Moorflächen prägen diese eindrückliche Landschaft im Quellgebiet des Hinterrheins. Auf der Passhöhe (2065 m ü. M) erwarten einen schon Hunderte Steinmandli. Ein Steinmandli-Heer sozusagen, aufgebaut und aufgetürmt ein wahres Gesamtkunstwerk! Kulinarisch und geistig gestärkt führt die Abfahrt hinab ins Misox, in den Ferienort San Bernardino, dessen Mineralwasser bereits die Römer zu schätzen wussten.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Splügen
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|---|---|
| Zielort |
S. Bernardino
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| Aufstieg |
740 m
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| Abstieg |
580 m
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| Distanz |
28 km
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| Distanz auf Asphalt |
25 km
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| Distanz auf Naturbelag |
3 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Über einen Pass, Mit Panoramaaussicht
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-6/etappe... |
Fakten
Routennummer
