Neun Pässe stehen zur Wahl, sie lassen sich in sechs Etappen genussvoll bezwingen und verführen mit Abstechern zu Gletschern und Badeseen, zu Palmen und in den Nationalpark. Drei Sprachregionen und drei UNESCO-Welterbe durchquert man dabei – und entdeckt am Strassenrand unzählige Überraschungen.
Detaillierte Informationen zur Route finden Sie hier: PDF Pässefahrt Graubünden
Nachfolgend stellen wir Ihnen 15 Ausflugstipps entlang der Pässefahrt vor.
Tipp 1: Alpenstadt Chur
Sie ist die älteste Schweizer Stadt und vereint auf charmante Art urbane Lebenslust und alpinen Bergzauber: In Chur entdeckt man auf spannenden Führungen die Geheimnisse der pittoresken Altstadt und ist mit wenigen Schritten mitten in der Natur: Riverrafting in der Rheinschlucht, Biketour auf den Hausberg Brambrüesch oder Zugfahrt mit dem Bernina und dem Glacier Express: Die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Tipp 2: Parpaner Rothorn
Es heisst, vom Gipfel des Parpaner Rothorns (2865 m) aus sieht man bei perfektem Wetter 1000 Bergspitzen. Im Panoramarestaurant betört aber nicht nur die Sicht, sondern auch die exzellente Küche. Rauf geht's ab Lenzerheide durch ein Prachtspanorama in der Rothornbahn, runter am schönsten auf Wanderwegen und Biketrails. Die Bahn bietet übrigens auch herrliche Sonnenaufgangsfahrten an.
Tipp 3: Bahnmuseum Bergün
Von der Kroko-Lok bis zum Tunneltelefon: Das Bahnmuseum Albula beim Bahnhof Bergün präsentiert rund 400 Exponate aus über 100 Jahren und erzählt die spektakuläre Geschichte der Rhätischen Bahn. Neben der Dauerausstellung in multimedial gestalteten Räumen präsentiert das Bahnmuseum Sonderausstellungen zu speziellen Themen und unterhält einen eigenen Bahnlehrpfad.
Tipp 4: Schweizerischer Nationalpark
Der Schweizerische Nationalpark gilt mit einer Fläche von 172 qkm als das grösste Naturgebiet des Landes. Er ist nicht nur der einzige Nationalpark der Schweiz, sondern auch der älteste Mitteleuropas. Sein Reichtum an Alpentieren und Alpenpflanzen ist ebenso legendär wie das 80 km weite Wanderwegnetz durch die kaum berührte Natur. Lohnenswert für die ganze Familie ist auch das Nationalparkhaus in Zernez.
Tipp 5: Kloster St. Johann Müstair
Über 1200 Jahre reicht die Geschichte des Klosters St. Johann in Müstair zurück. Es wird heute noch von Benediktinerinnen bewohnt und gehört seit 1983 zum Welterbe der UNESCO. Zu verdanken hat es diese Ehre auch dem weltweit umfangreichsten und besterhaltenen Freskenzyklus aus dem frühen Mittelalter. Das Kloster bietet Fastenwochen und einfache Übernachtungen an und betreibt einen kleinen Klosterladen.
Tipp 6: Kreisviadukt Brusio
Es gilt als Wahrzeichen auf der UNESCO-geschützten Berninalinie der Rhätischen Bahn: das Kreisviadukt Brusio. Was nach einer vollkommenen ästhetischen Spielerei aussieht, hat auch einen Zweck: Mit dem Kreis wird die Strecke erweitert, damit auf begrenztem Raum und für Züge technisch machbar der Höhenunterschied überwunden werden kann. Im Panoramazug ist die Fahrt ins Valposchiavo ein besonderer Genuss.
Tipp 7: Diavolezza / Morteratsch Gletscher
Er ist der grösste Gletscher des legendären Bernina-Massivs und bietet Wanderern eiskalte Einsichten: Die Eishöhlen am Fuss des Morteratschs garantieren ein Spektakel. Von der Bahnstation Morteratsch gut erreichbar ist auch der Gletscherlehrpfad. Wer lieber oben steht, nimmt die Seilbahn auf die Diavolezza (2978 m) und geniesst den atemberaubenden Blick auf den Piz Bernina und traumhafte Wanderwege.
Tipp 8: Muottas Muragl
Der magische Stazerwald, die tiefblauen Seen, die majestätischen Alpengipfel: Die Aussicht vom Muottas Muragl (2450 m) aufs Oberengadin ist unübertroffen. Die Standseilbahn leitet den Ausflug nostalgisch ein, der Panoramaweg zur Alp Languard gilt als die schönste «Höhenflaniermeile» im ganzen Engadin, und im Romantik Hotel Muottas Muragl lockt als Dessert die Verlängerung dieses betörenden Bergerlebnisses.
Tipp 9: St. Moritz
Der vielleicht berühmteste Ferienort der Schweiz präsentiert sich im Sommer von seiner entspannten Seite und wird damit seiner Lage auf der Alpensüdseite gerecht. Neben gewohnt hochstehender Gastronomie und der traditionsreichen Hotelkultur bietet er grossartige Naturerlebnisse – auf den Wanderbergen Corviglia und Corvatsch, auf dem St. Moritzersee beim Segeln und auf dem Silvaplanersee beim Kitesurfen.
Tipp 10: Soglio
Poetischer als der Maler Giovanni Segantini kann man es kaum sagen: Die «Schwelle zum Paradies» nannte er Soglio. Und es stimmt: Das Bergeller Bergdorf mit den silbrig schimmernden Schindeldächern und dem mediterranen Flair, dem stolzen Palazzo Salis und der reichen Kultur riecht nach Glück. Wohl auch deshalb wurde es 2015 zum schönsten Dorf der Schweiz gewählt.
Tipp 11: Splügen
Das typische Passdorf mit gut erhaltenem Dorfbild, stolzen Palazzi und sonnengebräunten Walserhäusern lebte während Jahrhunderten vom Säumerverkehr. Heute gilt es als Ausgangspunkt für prächtige Wanderungen zu lauschigen Bergseen, auf den Splügenpass oder über historische Wege in die benachbarten Täler und nach Italien – aber auch für Ausflüge in die Viamala-Schlucht oder ins Mineralbad Andeer.
Tipp 12: Burganlagen Misox
Seine Geschichte reicht zurück bis in die Römerzeit: Das Castello di Mesocco gilt als eine der grössten und historisch wichtigsten Burganlagen der Schweiz. Heute stehen nur noch ihre Ruinen: Sie genügen, um ein eindrückliches Bild von den Dimensionen des Herrscherzentrums zu vermitteln. Am Fuss des Burghügels und sehenswert ist auch die Kirche Santa Maria del Castello mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert.
Tipp 13: Kloster Disentis
Wann das Kloster Disentis gegründet wurde, lässt sich nicht aufs Jahr genau bestimmen. Fest steht: Es ist älter als die Eidgenossenschaft. Auch heute noch ist es die Heimat von Benediktinermönchen und von Laien, die mithelfen, das Kloster und seine berühmte Bibliothek zu pflegen. Sie wirken beim Lehrauftrag sowie in der Seelsorge mit und betreiben unter anderem ein gemütliches Bistro.
Tipp 14: Stadt Ilanz
Der ersten Stadt am Rhein kommt man am besten mit Anna Catrina auf die Schliche: Die geheimnisumwitterte Hauptfigur aus der Ilanzer Geschichte lebt auf, wenn Schauspieler zu Altstadtführungen laden. Ansonsten wirkt das Städtchen ziemlich gelassen, obwohl es als Knotenpunkt in der Surselva fungiert. Prächtige Bürgerhäuser verströmen historischen Charme und im Cinema sil Plaz finden ab und zu Konzerte statt.
Tipp 15: Rheinschlucht
Was mit dem Flimser Bergsturz begann, präsentiert sich heute als einmalige Naturkulisse: der «Swiss Grand Canyon». Die von Föhren umrahmten bizarren Gesteinsformationen faszinieren Zugpassagiere im Glacier Express gleichermassen wie Wanderer, Biker und Riverrafter, die mit dem «Ruinaulta Ticket» unterwegs sind, einem Tagesabo, das rund um die Rheinschlucht bis zum Flimser Aussichtspunkt «Il Spir» gilt.