Walserweg
Übersicht
Einleitung
Partnun, unterhalb der Schijenflue, wurde wie auch das Gafiatal früh von Walsern besiedelt. Heute Alpgebiet mit typischen Holzhäusern inmitten des Rätikonmassivs – ein Outdoor-Eldorado. Schweizertor: alpiner Übergang nach Brand (A), wo sich im 14. Jahrhundert die ersten Walser niederliessen.
Beschreibung
Der Walserweg folgt in 19 Tagesetappen den Spuren der Walser in den Hochtälern Graubündens und verläuft auf historischen, naturnahen Wanderwegen. Die rund zehnstündige Wanderung beginnt in der Walsersiedlung St. Antönien. Es ist die letzte Etappe des rund 300 Kilometer und 40'000 Höhenmeter umfassenden Weitwanderwegs.
An der schmucken spätgotischen Kirche in St. Antönien vorbei führt der Weg auf Asphalt leicht ansteigend durch das saftige Grün der hügeligen Landschaft. Das Partnuns war bereits im 14. Jahrhundert von Walsern besiedelt und ganzjährig bewohnt. Dem Schanielabach folgend sieht man links und rechts an den Hängen einzelne Hütten und Häuser, die typischen Walser Siedlungen. Nach Partnun geht es auf einem schmalen Pfad talaufwärts. Am kristallklaren Partnunsee laden grosse Findlinge zum Klettern ein. Der kleine See liegt eingebettet zwischen den Kalkfelswänden der Sulzfluh und der Schijenflue.
Am Fuss der imposanten Sulzfluh geht es weiter bergwärts zur Carschinahütte auf 2236 m ü. M. Der Ausblick am Südhang über die Gipfelwelt des Prättigau ist atemberaubend. Auf der Hütte, die rund 85 Betten hat, treffen sich Menschen, die hier klettern, wandern oder biken. Wer übernachtet, sieht bei klarem Wetter und im Mondschein die Kalkfelsen des Rätikons in silbernem Licht.
Über einen schmalen Pfad zwischen steil abfallenden Wiesen und Geröll führt der Weg an den drei Türmen der Drusenfluh vorbei. Nach Süden hin bilden diese senkrechte, bis 600 Meter hohe Wände. Bei Chilchi zweigt der Walserweg nach rechts ab und trennt sich vom Prättigauer Höhenweg. Ab hier bis zur österreichischen Grenze ist Konzentration gefragt. Ausgesetzt, über eine Eisentreppe und teilweise steil und mit Seilen gesichert, schlängelt sich der Weg hinauf zum Schweizertor. Massive Felsformationen ragen in unmittelbarer Nähe senkrecht in die Höhe. Kaum vorstellbar, dass sich hier einst eine ganzjährig besetzte Zollhütte befand, die heute noch zu sehen ist.
Im österreichischen Montafon angekommen, wandert man auf schmalen Fusspfaden durch Alpwiesen am Fuss der Kirchlispitzen. Über das Verajoch erreicht man den Talschluss des Brandnertales, wo der Lünersee liegt. Mit einer Fläche von etwa 112 Hektaren war er einst der grösste natürliche Bergsee der Ostalpen und ist heute einer der grössten Stauseen Westösterreichs. Er eignet sich zum Angeln und bei einer Umrundung bieten sich tolle Aussichten auf die Gletscher des Brandnertals. Der See leuchtet türkis im Sonnenschein und wurde 2019 zum schönsten Ort Österreichs gekürt.
Über eine lange, schmale Staumauer wird die Douglashütte mit Übernachtungsmöglichkeit erreicht. Bis hierher dauert die Wanderung etwa siebeneinhalb Stunden. Der Abstieg, der jetzt folgt, heisst nicht grundlos «Böser Tritt». Mit der Seilbahn kann man 400 Höhenmeter abkürzen. Der Weg wurde in den Fels geschlagen, mit Treppenstufen aus Eisen befestigt und mit Seilen abgesichert. Der Alvier entlang geht es das Seetal hinunter bis zur Baumgrenze. Ein schöner Waldweg führt durch Nadelgehölz.
Die Wanderung führt am Kesselfall vorbei. Hier fliesst die Alvier tosend und schäumend durch eine enge, vierzig Meter tiefe Felsenschlucht. Über Stege ist der Kesselfall gut begehbar. Auf einer Forststrasse wird Brand erreicht. Im Dörflein im Talkessel mit schmucker Kirche endet die lange Route auf 1050 m ü. M.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
St. Antönien
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|---|---|
| Zielort |
Brand (A)
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| Richtung |
Einweg
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| Höhe (Meter über Meer) |
2100 m ü.M.
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| Aufstieg |
1550 m
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| Abstieg |
1950 m
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| Distanz |
31 km
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| Dauer |
10 h
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| Dauer umgekehrte Richtung |
10 h 30 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Geeignete Jahreszeit |
Juni - Oktober
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| Thema |
Mit Panoramaaussicht, Auf eine Alp
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-35/eta... |
Fakten
Routennummer
