Kunstausstellung "Zeitsprung, Werke 2025-2026"
Überblick
Einleitung
Die Technik verändert sich, der Mensch bleibt die Konstante. Der Künstler bringt mit seiner abstrakten Malerei antike Statuen und Menschen der Gegenwart in einen direkten, visuellen Dialog.
Wer sich heute durch die moderne Welt bewegt, erlebt eine Realität der totalen Beschleunigung. Zwischen Algorithmen, digitalen Identitäten und dem beständigen Fluss des Wandels scheint die Gegenwart radikal von allem entkoppelt, was vergangen ist. Vor allem entkoppelt von einer Epoche, die uns in Museen oft als unbewegliches Ideal entgegentritt wie die griechische Antike. Zwischen dem makellosen, weissen Marmor jener Zeit und dem pulsierenden, oft fragmentierten Leben von heute scheinen tatsächlich Jahrtausende der Distanz zu liegen.
Was trennt uns heute von den Menschen der griechischen Antike? Es sind zweieinhalb Jahrtausende der Geschichte, der technologischen Fortschritte und des damit einhergehenden Wandels unserer Lebenswelten. Doch blickt man hinter die Fassade der Epochen, bleibt eine fundamentale Erkenntnis. Die Technik, das Wissen, die Lebensumstände veränderten sich – der Mensch bleibt die Konstante in der Zeit. Statt einer unüberbrückbaren Distanz der Epochen offenbart Neuenschwanders bildlicher Dialog eine tiefgreifende Wahrheit: «In den entscheidenden Grundzügen hat sich der Mensch nicht verändert.»
In dieser Ausstellung treffen sich nun die steinernen Zeugen der Vergangenheit mit den lebendigen Menschen der Gegenwart. Die abstrakte Malerei von Marcel Neuenschwander stellt die antiken Statuen und den heute lebenden Menschen in einen direkten, visuellen Dialog. Die makellosen, in Marmor gemeisselten Ideale von einst und die flüchtigen, dynamischen Silhouetten von heute stehen sich nicht als Fremde gegenüber – «sie kommunizieren miteinander».
Durch Abstraktion löst der Künstler die rein oberflächlichen Details auf und legt das Wesentliche frei: die zeitlosen Gesten, die Sehnsüchte, die Ängste und die Würde des Menschseins. Die Statuen der Antike waren nie bloss Stein; sie waren Projektionsflächen menschlicher Emotionen. Der Mensch von heute ist dies auch. In den abstrahierten Malereien inszeniert Marcel Neuenschwander eine bewusste visuelle Gegenüberstellung. Die starre Präsenz antiker Skulpturen trifft auf die flüchtigen Momente des heute lebenden Menschen.
Der Künstler verzichtet bewusst auf fotorealistische Details. Er nutzt die Abstraktion, um äussere Merkmale verschwinden zu lassen. Die antiken Statuen waren niemals nur kalter Marmor; sie waren von Menschenhand geformte Projektionen für universelle Emotionen – für Stolz, Melancholie, Leidenschaft, Zweifel oder die existenzielle Suche nach Identität. Dieselben emotionalen Regungen finden sich in den Figuren der heutigen Generation wieder.
Drosseln Sie in dieser Ausstellung für einen Moment das Tempo unserer Zeit. Werfen Sie einen Blick in die Antike und realisieren Sie dadurch, dass alle Technologie und aller Fortschritt nicht im Wesentlichen zu einer Veränderung des Menschen geführt haben. Bestenfalls entwickeln Sie sogar eine Idee, welche das Menschsein einen echten Schritt vorwärts bringt.
Technik: Ölkreide und Acryl auf Leinwand
Stil: Abstrakt-figurative Gemälde
| Kontaktadresse |
Marcel Neuenschwander
Galerist und Künstler Galerie mnart Beundenring 43 2560 Nidau 076 401 63 15 m.neuenschwander@gmx.net |
|---|---|
| Lokalität |
Galerie mnart.ch Beundenring 43 2560 Nidau Switzerland |
| Event Homepage | https://www.mnart.ch |
| Preis |
Eintritt frei
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| Öffnungszeiten |
Zu allen Ausstellungszeiten ist der Künstler anwesend
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Veranstaltungsdaten
- Freitag, 23. Oktober 2026
- Samstag, 24. Oktober 2026
- Sonntag, 25. Oktober 2026
- Samstag, 31. Oktober 2026
- Sonntag, 1. November 2026