Bodensee-Radweg
Übersicht
Einleitung
Radolfzell mit der vorgelagerten Insel Mettnau ist eine der ältesten Städte Süddeutschlands. An Feldern, Streuobstwiesen und Campingplätzen vorbei folgt bald Allensbach, bekannt für seine schönen Sonnenuntergänge. Vom Höhrenberg ist der Blick über den See und zur Insel Reichenau einmalig. Dann steht Schlussspurt an: Zwischen Bahngleisen und Industrie geht es gerade und überraschend grün durch die Gewerbezone in Richtung Konstanz, wo der Bodensee-Radweg endet.
Beschreibung
Mit ihrer nahezu 1200-jährigen Geschichte zählt Radolfzell zu den ältesten Ansiedlungen im Bodenseeraum. Gebäude wie das Stadtmuseum in der ehemaligen Stadtapotheke sind sehenswert. Eine Kostbarkeit aus dem Jahr 1689 ist die Offizin aus der Biedermeierzeit.
Ebenso wie der Zellersee bildet der Markelfinger Winkel einen Teil des Bodensees. Wer hier übers Gewässer schaut, erkennt die Halbinsel Mettnau, eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Durch einen zufällig bei Aufschüttungsarbeiten entstandenen Teich entwickelte sich schrittweise ein bedeutendes Brutgebiet für Wasservögel.
Rassig radelt es sich auf den gut ausgebauten Radstreifen. An schönen Wochenenden und während der Sommerferien kann es ziemlich eng werden. Vorbei an Streuobstwiesen folgt Allensbach. Die Insel Reichenau liegt zum Greifen nahe. Bei der Gnadenkirche auf dem Höhrenberg bietet sich ein herrliches Panorama auf Gnadensee, Insel Reichenau, Halbinsel Höri und Allensbacher Zwiebelturm. Unten an der Seepromenade präsentiert sich eine ähnliche Sicht aus etwas anderer Perspektive.
An der Bahnstation Reichenau herrscht ein Durcheinander. Westwärts führt ein rund zwei Kilometer langer Damm auf die idyllische Insel Reichenau. Sie gehört seit 2000 zum UNESCO-Welterbe. Eines von drei romanischen Gotteshäusern ist die Kirche St. Georg, bekannt für ihre gut erhaltenen Wandmalereien. Auf den Feldern herrscht eine ruhige Atmosphäre; seit dem Mittelalter wird hier Landwirtschaft betrieben. Ein Abstecher auf die Klosterinsel lohnt sich und führt zurück an den kleinen Bahnhof. Das Reichenauer NABU-Bodenseezentrum informiert mit einer Dauerausstellung über die vielfältige Natur am westlichen Bodensee. Der Infopfad am Wollmatinger Ried dokumentiert zum Beispiel auf 22 Tafeln die Tiere und Pflanzen des Naturschutzgebiets.
Die beschriebene Etappe ist mit 22 Kilometern die kürzeste und auch die letzte des Bodensee-Radwegs. Die insgesamt acht Etappen führten rund um den See und durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wollmatingen, Fürstenberg und Petershausen heissen die Vorstadtbahnhöfe und verraten, dass in Kürze Konstanz erreicht sein wird, wo die Tour endet. Über die wunderbare Fahrradbrücke, welche den Seerhein überspannt (der See wird wieder zum Rhein), geht es an interessanten Häuserreihen vorbei in die historische Altstadt. Mittendrin behauptet sich das römisch-katholische Münster, es heisst wie jenes in Radolfzell «Münster Unserer Lieben Frau». Fazit: Radfahren macht Spass – und am schönen Bodensee erst recht.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Radolfzell
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|---|---|
| Zielort |
Konstanz
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| Aufstieg |
90 m
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| Abstieg |
90 m
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| Distanz |
22 km
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| Distanz auf Asphalt |
22 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Leicht
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Fakten
Routennummer
