Sanetsch-Muveran-Weg
Übersicht
Einleitung
Idylle im Naturschutzgebiet rund um den Lac de Derborence, dann Aufstieg über Lac de la Forcla auf den Col de la Forcla. Abstieg im Angesicht der mächtigen Wände von Grand und Petit Muveran nach Ovronnaz, wo man entspannt in Thermalbäder eintaucht.
Beschreibung
Unterhalb des Bergmassivs Les Diablerets befindet sich das Naturschutzgebiet Derborence. In den Jahren 1714 und 1749 brachen gewaltige Felsmassen ab und stürzten ins Tal von Derborence, wo sie seither eine 1.8 Kilometer breite Barriere bilden. Dadurch entstand der Lac de Derborence sowie ein Pionierwald aus Lärchen, Bergföhren, Birken und Fichten. Einige Bäume, die den Bergsturz überstanden haben, sind heute bereits über 600 Jahre alt. Das Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung beherbergt einen der letzten Bergurwälder.
Vom See Lac de Derborence aus beginnt die lange Wanderung nach Ovronnaz. Man wandert bergauf in das felsenreiche Tal der Derbonne. Dort folgt man dem Bachlauf bis zum Lac de la Forcle. Auf dem Weg passiert man das Gite de l'alpage de Dorbon, ein kleines Berghaus, das zu einer Rast einlädt. Nach dreieinhalb Stunden erreicht man den See Lac de la Forcle. Am rechten Ufer des Sees gelangt man zu einem zweiten kleinen See und danach zum Glacier de la Forcle. Den kleinen Gletscher überquert man auf der rechten Seite, bevor man die letzten 50 Höhenmeter zum Col de la Forcle bewältigen kann. Oben angekommen eröffnet sich ein fantastischer Panoramablick auf die 4000er-Gipfel des Wallis.
Vom Col de la Forcle aus steigt man zunächst 150 Meter ab, um dann rund hundert Höhenmeter wieder aufzusteigen bis unterhalb der SAC-Hütte Cabane Rambert. Die SAC-Hütte bietet eine Rastmöglichkeit und kann als Übernachtungsstopp genutzt werden, um die lange Etappe auf zwei Tage aufzuteilen. Die Aussicht und die Idylle rund um die abgelegene Hütte sind wunderschön.
Ab hier gilt es nun 1’200 Höhenmeter abzusteigen. Nach ein paar Kurven erreicht man Plan Salentse, eine kleine Hochebene. Danach folgt man dem leicht oberhalb entspringenden Bachlaufs der Salentse bis zur nächsten kleinen Ebene bei Plan Coupel. Weiter geht es steil hinab über Le Pessot, wo sich ab Saille die Vegetation zu ändern beginnt. Je nach Jahreszeit ist die Ebene von Saille von einer wilden Pflanzenwelt durchzogen, teilweise so hochgewachsen, dass man kaum über den Weg hinaussieht.
Nun folgt die letzte Wanderstunde hinunter zur Baumgrenze nach Ovronnaz. Die Gemeinde ist ein kleiner Ferien- und Kurort auf der südlichen Sonnenterrasse des Wallis und bekannt für seine drei Thermalbäder sowie den Panoramablick auf das Rhonetal und die dahinter liegende Alpenkette.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Derborence
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|---|---|
| Zielort |
Ovronnaz
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| Höhenlage - Richtung |
Alpin, Einweg
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| Höhe (Meter über Meer) |
2000 m ü.M.
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| Aufstieg |
1350 m
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| Abstieg |
1500 m
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| Distanz |
17 km
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| Dauer |
7 h
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| Dauer umgekehrte Richtung |
7 h
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Geeignete Jahreszeit |
Juni - Oktober
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| Thema |
Mit Panoramaaussicht
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Fakten
Routennummer
