Senda Segantini
Übersicht
Einleitung
Gleich zu Beginn führt die Route in Savognin am ehemaligen Wohnhaus der Künstlerfamilie vorbei. Auf dem Höhenweg zur Hochebene Alp Flix, einem der bedeutendsten Hochmoore Europas, eröffnen sich immer wieder eindrückliche Aussichten über das Surses.
Beschreibung
Auf den Spuren des italienischen Malers Giovanni Segantini führen die vier Etappen der Senda Segantini von Savognin bis ins Oberengadin. Unterwegs bietet der Weg Aussichten, die den Maler inspirierten. Segantini galt als Meister der Hochgebirgslandschaft und begann früh mit Freilichtmalerei. Gemeint ist damit das Malen von Natur unter freiem Himmel, um das natürliche Licht der jeweiligen Landschaft möglichst exakt einzufangen.
Die erste Etappe startet in Savognin, mitten im wunderschönen Parc Ela, dem grössten Naturpark der Schweiz. Acht Jahre lang (1886-94) lebte Segantini hier und malte einige seiner bekanntesten Werke. Um sich zu den Landschaften und Motiven aufzumachen, die ihn einst inspirierten, wird das Wohnquartier verlassen. Der Pfad verläuft danach oberhalb der Julierpass-Strasse und dem Dorf Tinizong. Am Anfang des Val Mulegna wechselt der Untergrund auf eine Strasse. Die Alp Surnegn folgt nach etwa drei Stunden. Herrlich ist die Aussicht auf die gegenüberliegenden Berge, besonders im Morgen- oder Abendlicht. So, wie es Segantini wohl auch gesehen und gemalt hat. Der Weg führt weiter zu den Lais Blos. Wunderschön gelegen laden zwei Feuerstellen zu einer Rast bei den Seen ein, auch eine Toilette gibt es hier. Frisch gestärkt erreicht man etwa eine halbe Stunde später die Alp Flix. Sie ist umgeben von einer geschützten Moorlandschaft, von Wiesen, Wald und Fels – Heimat für eine riesige Artenvielfalt.
Nachdem man schon über fünf Stunden unterwegs ist, vergehen bis ins Ziel der Etappe in Bivio nochmals über zwei. Sanft absteigend führt ein abwechslungsreicher Weg durch den Lärchenwald. Etwas unterhalb blitzt das leuchtende Blau des Lai da Marmorera immer wieder durch die Nadelbäume hindurch. Der See staut das Wasser der südlich einfliessenden Julia und ist auch ein beliebter Tauchplatz. Der Grund: Überreste des alten, gefluteten Dorfes Marmorera können am Grund entdeckt werden. Es folgt nochmals ein kurzer Aufstieg zur Alp Natons, bevor man die letzten 45 Minuten in Angriff nimmt. Das Etappenziel Bivio liegt direkt an der Julier-Passstrasse und dem alten Saumweg über den Septimerpass.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Val Surses Savognin Bivio
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|---|---|
| Zielort |
Bivio
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| Richtung |
Einweg
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| Höhe (Meter über Meer) |
1900 m ü.M.
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| Aufstieg |
1400 m
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| Abstieg |
840 m
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| Distanz |
21 km
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| Dauer |
7 h
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| Dauer umgekehrte Richtung |
6 h 30 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Geeignete Jahreszeit |
Juni - Oktober
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| Thema |
Auf eine Alp, Mit Panoramaaussicht, Durch einen Schweizer Park
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Fakten
Routennummer

