Die verborgenen Juwelen des Kanton Bern

Rueggisberg, Pfarrkirche Aerial

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Einleitung

Während Interlaken und Grindelwald im Rampenlicht stehen, liegen andere Dörfer im Berner Oberland eher im Verborgenen. Dabei sind sie ideale Ausgangspunkte für ausgedehnte Wander- und Velotouren – und bieten spektakuläre Ausblicke auf die berühmten Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. Acht dieser stillen Juwelen – samt ihrer geheimen Zugänge – laden dazu ein, die unberührte Bergwelt in aller Ruhe zu entdecken.

Die Region Bern

Ob ein Städtetrip nach Bern, Gleitschirmfliegen in Interlaken, ein Besuch auf dem Jungfraujoch – Top of Europe, Entspannen in Gstaad oder Wandern in Adelboden-Lenk-Kandersteg: Die Region Bern macht Ferienträume wahr.

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Lenk im Simmental Das Wasser des Berges

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Nur fünf Kilometer von Lenk entfernt tosen die Simme-Wasserfälle, die du von der Barbara-Brücke aus betrachten kannst. Nach einer einstündigen Wanderung entdeckst du an einer Felswand die Quelle der Simme, des Flusses, dessen Tal denselben Namen trägt. Eine zweitägige Tour von der Iffigenalp über die Wildstrubelhütte führt ebenfalls zu den Wasserfällen. Du wirst folgende Highlights schätzen: Ein alter Maultierpfad, mehrere Hochgebirgsseen, ein Sonnenaufgang auf 2800 Metern und das strahlende Wasser des Wasserfalls, das dich auf deinem Rückweg ins Tal begleitet. Ebenfalls empfehlenswert ist der Gryden Circuit mit seiner von Kratern übersäten Landschaft.
Hast du Durst? Das Wasser aus den Bergen wird zum Brauen von lokalem Bier verwendet – probiere den Geschmack des Tals! Um leckere lokale Produkte zu geniessen, kannst du dich auf das AlpKultur-Label verlassen.

Anreise: Mit dem Zug von Bern nach Zweisimmen, dann weiter nach Lenk (1h44). Oder du nimmst die Panoramafahrt mit dem Golden Pass Express von Montreux nach Zweisimmen und steigst dann in den Zug nach Lenk um (insgesamt 2 Std. 21 Min.).

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Kiental Was für eine Aussicht auf die Gletscher!

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Das Ende des Kientals gehört zur Jungfrau-Aletsch-Region, die zum UNESCO-Welterbe zählt. Der Tschingelsee sieht eher aus wie ein Kiessee, der von Flüssen umgeben ist, als ein klassischer Bergsee – und gilt als echtes Highlight! Ganz in der Nähe liegt Griesalp, der Startpunkt der Etappe 13 der berühmten Via Alpina. Diese Königsetappe führt über einen eindrucksvollen Felsenpfad mit fantastischer Aussicht auf die Gletscher. Ein Abenteuer ist auch die Busfahrt: Von Reichenbach aus geht’s steil bergauf (28 % Höhenunterschied) bis zur Griesalp – geniesse auch die Abfahrt! Von der Bergstation Ramslauenen bis ins Tal begleiten dich Informationstafeln über die Flora und Fauna der alpinen Wiesen und Wälder. Das historische Hotel Alpenruhe findest du am Ende des Guggerwäg-Wanderwegs. Das Motto dort: «Dein Wohlbefinden hat für uns oberste Priorität.»

Anreise: Mit dem Zug von Bern nach Reichenbach im Kandertal, dann mit dem Bus weiter nach Kiental (etwa 1 Stunde).

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Isenfluh Ein geheimer Weiler

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Eiger, Mönch, Jungfrau – diese drei Berge locken Gäste aus der ganzen Welt an. Und trotzdem schafft es der kleine Weiler Isenfluh, ein Geheimtipp zu bleiben. Der besondere Reiz? Der leicht versteckte Zugang: Eine kleine, rote Nostalgie-Gondel aus dem Jahr 1975 bringt dich hinauf nach Sulwald, dem Startpunkt für Wanderungen mit Blick auf die grossen Gipfel. Oben wartet das Sulwald Stübli mit einer sonnigen Südterrasse. Ein Wegweiser zeigt zur Lobhornhütte – ein aussichtsreicher Höhenweg, der auch für Einsteiger geeignet ist. Zurück nach Isenfluh geht’s mit dem gemieteten Monster-Trotti: Auf Waldwegen rollst du am Sulsbach-Wasserfall vorbei. Und zum Ausspannen? Im Hotel-Restaurant Waldrann geniesst du die Aussicht auf Blumenwiesen und Berge – einfach schön.

Anreise: Vom Bahnhof Lauterbrunnen mit dem PostAuto-Bus nach Isenfluh (12 Minuten).

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Erlenbach Ein Dorf, 200 Gipfel

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Das stattliche Bauerndorf Erlenbach liegt eingebettet in die sanften Hügel der Simmentaler Voralpen – direkt zu Füssen des Stockhorns. Von oben geniesst du ein atemberaubendes Panorama auf über 200 Berggipfel. Erlenbach ist nicht nur ländlich geprägt: Als regionales Zentrum bringt es auch einen Hauch von Stadtcharakter mit. Die historische Bausubstanz erstreckt sich entlang der Hauptstrasse und teilt sich in zwei Dorfkerne – das «Kleindorf» im Westen und das «Grossdorf» im Osten, dominiert von der imposanten Pfarrkirche. Ein besonders schönes Beispiel lokaler Handwerkskunst ist das Agensteinhaus unterhalb des Dorfplatzes. Heute ein Museum, erzählt es mit liebevoll kuratierten Objekten vom Leben, Arbeiten und Bauen im Simmental. Mit der Seilbahn gelangst du in 20 Minuten auf das Stockhorn – der Blick ins Tal ist spektakulär. Und wenn du magst, wanderst du einfach wieder zurück nach unten.

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Gadmen Eine spektakuläre Hängebrücke 

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Das kleine Dorf Gadmen (1200 m) wird in Schriften aus dem Jahr 1382 unter dem Namen «im Gadmen» erwähnt. Das Tal rundherum ist ein echtes Juwel. Von den Gondeln der Triftbahn aus führt ein herrlicher Spaziergang zur Triftbrücke. Sie überspannt das Tal des gleichnamigen Gletschers und zählt zu den spektakulärsten Hängebrücken der Alpen! Für eine längere Wanderung kannst du von der Engstlenalp zum Berggasthaus Tälli gehen. Der Tälli-Klettersteig, der erste in den Schweizer Alpen, ist mit der Gondelbahn erreichbar und bietet eine sehr gut gesicherte Kletterroute mit Drahtseilen. Zwei hervorragende Ausgangspunkte, um Gadmen zu erkunden, sind die Gadmer Lodge – ein rustikales Berghotel mit alpinem Charme – und etwas abgelegen der Campingplatz Gadmen, wo Zelte neben Blumenwiesen und Scheunen stehen.


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Burgdorf  Ein Schloss und Museen 

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Im Schweizer Mittelland ist das Schloss Burgdorf ein Muss. Mit seiner 800-jährigen Geschichte überragt es die Dächer dieser Kleinstadt – und ist längst zu ihrem Wahrzeichen geworden. Auf Betreiben der Herzöge von Zähringen, den Gründern von Bern, wurde das Schloss am Ufer der Emme erbaut. Nach der Wiedereröffnung im Jahr 2020 beherbergt es heute ein Museum, ein Restaurant und eine Jugendherberge. Von dort lohnt sich ein Spaziergang ins historische Stadtzentrum hinunter. Rund um den Kronenplatz stehen prachtvolle Patrizierhäuser im spätbarocken Stil. Die Route Herzschlaufe Burgdorf verläuft auf beiden Seiten der Stadt und führt an Schlossgärten, Käsehöfen und Wäldern vorbei – eine perfekte Tour durchs intime Emmental, die sich ideal mit dem E-Bike erkunden lässt. Zurück in Burgdorf lohnt sich ein Halt beim Rathaus: Hier wurde die erste demokratische Verfassung des Kantons Bern verfasst. Heute befindet sich in dem historischen Gebäude ein stilvolles Hotel-Restaurant. Ein spannender Kontrast dazu ist das Franz Gertsch Museum: In seinen imposanten, modernen Räumen findest du Werke dieses grossen Schweizer Künstlers, der 2022 verstorben ist.

Anreise: Mit dem Zug ab Bern (13 Minuten).

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Rüeggisberg  Unter dem Sternenhimmel 

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Jahrhundertealte Bauernhöfe, eine Kirche, die Ruinen des ehemaligen Klosters: Das charmante Dorf Rüeggisberg erinnert an die Zeit der Mönche, Brüder und gregorianischen Gesänge. Früher wurde die Region immer wieder von Naturkatastrophen und Missernten heimgesucht. In ihrer Not suchten die Menschen Trost bei den Geistern – ein Stück lebendige Folklore, die du auf der Gantrisch-Sagenroute mit dem E-Bike entdecken kannst. Rund um Rüeggisberg, im Herzen des Naturparks Gantrisch, warten abwechslungsreiche Wander- und Velorouten. Der Panoramaweg und der Höhenweg hoch über dem Gürbetal führen durch seltene Pflanzenwelten und bieten gute Chancen, wilde Tiere zu beobachten. Und wenn die Nacht anbricht: Dank der geringen Lichtverschmutzung zeigt sich hier der Sternenhimmel in seiner ganzen Pracht. Übernachten kannst du im B&B Bären Rüeggisberg – einem liebevoll renovierten Gasthaus mit viel Charme.

Anreise: Mit dem Zug von Bern (40 Minuten) via Köniz, dann mit dem Bus nach Rüeggisberg.

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Saanen Musikalischer Gipfel 

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Dieses Hüttendorf zählt zu den schönsten im Berner Oberland. Die Kirche St. Mauritius mit ihrem hölzernen Glockenturm und den Fresken aus dem Alten Testament ist ein architektonisches Juwel. Zu den Ehrenbürgern von Saanen gehört der grosse Geiger, Dirigent und Humanist Yehudi Menuhin (1916–1999). Als Gründer des Menuhin-Festivals in Gstaad hinterliess er ein reiches künstlerisches und spirituelles Erbe – nachzuspüren im Menuhin Center in Saanen.
Wer mehr über das frühere Dorfleben, altes Handwerk und die Landwirtschaft erfahren möchte, besucht das Museum der Region Saanen im Herzen des Orts. Der Slogan der Region Gstaad – Come up – slow down – lädt dazu ein, in die Höhe zu gehen, um zur Ruhe zu kommen: Auf über 300 Kilometern Wanderwegen, gesäumt von Bächen, alpinen Tälern, hohen Gipfeln und traditionellen Restaurants. Ein Erlebnis für die ganze Familie: der Klangpfad Saanis Klangerlebnis, auf dem man den Stimmen der Tiere und den Geräuschen der Bäume lauscht.

Anreise: Mit der Montreux-Berner Oberland-Bahn ab Spiez oder Montreux – die Landschaft unterwegs ist ein Genuss.

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Sparenmoos Natur XXL 

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Zweisimmen, ein charmantes Bauerndorf, ist der ideale Ausgangspunkt zur Erkundung der atemberaubenden Berglandschaft. Der Aufstieg zum Sparenmoos, einem sonnigen Hochplateau auf 1640 m, belohnt mit grandioser Aussicht auf die Berner Alpen, das Simmental und das Saanenland. Die weiten Hügel laden Wanderer, Biker und Trailrunner gleichermassen ein. Die Mountainbike-Route ab Zweisimmen führt über grüne Matten mit Kühen und alten Scheunen – ein Bild wie aus dem Bilderbuch. Besonders originell: Die Wanderung vom Rellerli oder Jaunpass endet mit einer rasanten Abfahrt auf dem Geländetrottinett!
Wer sich herausfordern möchte, wählt die anspruchsvolle Route Schönried–Rellerli–Bire–Sparenmoos: fast sechs Stunden, aber jede Anstrengung wird mit atemberaubenden Panoramen belohnt.
Naturliebhaber kommen auf Themenwegen wie dem Sparenmoos Game Trail auf ihre Kosten. Mit etwas Glück – und einem guten Fernglas – lassen sich Rothirsche, Gämsen und Damhirsche beobachten.

Anreise: Ab dem 28. Juni bringt ein Wandertaxi Besucher ab dem Bahnhof Zweisimmen aufs Sparenmoos. Reservation bis spätestens 17 Uhr am Vortag unter (+41) 079 339 94 29. Oder zu Fuss ab Zweisimmen. 

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