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Einleitung

Aus dem Val Poschiavo mit seinem italienischen Flair steigt man hoch auf den Berninapass, wo in steiniger Graslandschaft der weissliche Lago Bianco liegt. Der Weg wird gesäumt von Steinmauern, naturbelassenen Wäldern und den Serpentinen der Rhätischen Bahn. Immer wieder bietet sich eine fantastische Aussicht.

Beschreibung

Die Bernina Tour besteht aus fünf Etappen. Startpunkt des ersten Abschnitts ist der Bahnhof in Poschiavo. Das italienische Ortsbild wird von steingedeckten Patrizierhäusern, engen, gepflasterten Gassen, weitläufigen Marktplätzen und schön verzierten kirchlichen Gebäuden geprägt. Das sogenannte Spaniolenviertel am südlichen Dorfrand glänzt mit luxuriösen Palazzi von Zuckerbäckern, die es im Ausland zu Reichtum gebracht hatten.

Vorbei an den letzten Wohnhäusern überquert man zum ersten Mal die Gleise der Rhätischen Bahn. Die Berninastrecke verbindet St. Moritz über den Berninapass mit Tirano (Italien) und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Mit bis zu sieben Prozent Neigung ist sie weltweit eine der steilsten Bahnen, welche die Steigung ohne Zahnräder bewältigen können.

Abwechselnd auf Wegen und Schotterstrassen steigt man langsam höher. Beim Überqueren der Varunasch geht die Strasse in einen Pfad über, der dem Gebirgsbach kurz folgt. Pferdeweiden weichen hier dem Wald. Genau wie die Rhätische Bahn verläuft auch der Waldpfad auf Serpentinen, um die Steigung besser zu bewältigen. Mehrfach wird die Bahnlinie gekreuzt.

Steinmauern befestigen die steilen, landwirtschaftlich bewirtschafteten Hänge und zeigen die Grenzen der Weideflächen an. Auf einem steinigen Waldpfad geht es weiter durch den hellen Nadelwald an grossen Felsbrocken vorbei dem Piz Campasc entgegen. Der Blick auf die bewaldeten Hänge, die gegenüberliegenden Gipfel und die flache Talsohle ist wunderbar und reicht bis zum Lago di Poschiavo im Süden.

An der Talenge kommen die Bahnlinie, der Gebirgsbach Cavagliasch und der Wanderweg zusammen und führen durch die Cavaglia-Schlucht. Hier kann man in den Gletschergarten hinabsteigen und die Jahrtausende alten riesigen Löcher im Fels bewundern. Der kraftvolle, ständige Druck des Gletscherwassers mit rotierenden Steinen und Sand hat die sogenannten «Kochtöpfe der Riesen» gegraben.

Flussaufwärts erreicht man das südöstliche Ende der Cavaglia-Ebene. Das steinige Bachbett der Cavagliasch unterteilt die Weiden im breiten Tal. Uralte Wälder flankieren die Wiesen in der Ebene. Der Bahnlinie folgend wird Cavaglia erreicht. Das ehemalige Arbeiterdorf um das örtliche Wasserkraftwerk ist heute ein Ferienort mit einer Handvoll Wohnhäuser.

Ein Waldweg führt weiter durch die felsige Landschaft der Asciai de Palü-Schlucht. Viele kleine Trockensteinmauern säumen den Weg hinauf zum Lagh da Palü. Der Stausee liegt eingekesselt zwischen Sassal Mason, Piz Caral, Piz Canton und Curnasel. Im Zickzack führt ein schmaler Pfad teilweise an steilen Felswänden vorbei hoch zur Alp Grüm mit ihrem Restaurant. Von der Sonnenterrasse aus schweift der Blick vom Berninamassiv zum sonnenverwöhnten Val Poschiavo, das sich bis nach Italien erstreckt.

Auf einem breiten Schotterweg geht es nun durch steinige Graslandschaften dem Lago Bianco entgegen. Nach der Staumauer führt der Weg direkt am Ufer des weisslichen Sees entlang. Kurze Zeit später wird das Etappenziel bei der Station Ospizio Bernina erreicht. Sie liegt auf 2‘253 Höhenmetern und ist die höchstgelegene Station der Rhätischen Bahn.

Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein

Technische Angaben

Inhalte Technische Angaben anzeigen
Startort
Poschiavo
Zielort
Ospizio Bernina
Aufstieg
1350 m
Abstieg
120 m
Distanz
15 km
Dauer
5 h 20 min
Dauer umgekehrte Richtung
4 h
Technische Anforderungen
Mittelschwer
Konditionelle Anforderungen
Schwierig

Route

Bernina-Tour

Poschiavo - Maloja
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Alle Etappen

Karte

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Fakten

Routennummer

Etappe: 1/5

Distanz

15 km

Dauer

5 h 20 min

Aufstieg

1350 m