Jakobsweg Graubünden
Übersicht
Einleitung
Kunstvoll bebilderte Kirche in Lavin mit Jakobusfresko. Querung Inn über Holzbrücke zu erholsamen Wäldern und Wiesen bei Susch. Geschichtsträchtig das Waldgebiet Foura Baldirun, Zufluchtsort im Dreissigjährigen Krieg und der Richtplatz Güstizia. In der Ferne das stattliche Zernez.
Beschreibung
Die Route beginnt mit fantastischem Bergpanorama im Schellen-Ursli-Dorf Guarda. Im verkehrsfreien «schönsten Ende der Welt» fallen die gepflegten und reich verzierten Engadiner Häuser und die Stille der Berge auf.
Während Guarda weit oberhalb des Inns liegt, wurde Lavin in der Talsohle erbaut. Den 213-Seelenort erreicht man zunächst auf Asphalt und dann auf einer Schotterstrasse. Dabei wird das naturbelassene Val Tuoi passiert und man folgt kurz dem steinigen Gebirgsbach La Clozza. Die Aussicht auf das umliegende Bergpanorama ist ein Genuss.
Lavin ist durch den 19 Kilometer langen Vereina-Bahntunnel mit dem Prättigau verbunden. In der schmucken Kirche lohnt sich ein Blick auf die Jakobusfresken. Der Wiederaufbau der Ortschaft nach einem Brand 1869 erfolgte nach italienischer Bauweise und brachte grosszügige Strassen und Plätze und eindrückliche Häuser im Palazzo-Stil.
Über eine gedeckte Holzbrücke wird der Inn überquert und das Siedlungsgebiet von Lavin verlassen. Auf der anderen Talseite geht es nun auf einer Schotterstrasse weiter durch die gepflegte Landschaft in den Wald hinein. Hier finden sich an den Abhängen des Piz Mezdi eine Reihe natürlicher Höhlen. In diese flüchteten sich die Menschen der umliegenden Dörfer, als General Baldiron im September 1622 in einem blutigen Feldzug für die Habsburger das Unterengadin eroberte. Die Felsbrocken sind mit Moos bewachsen, viele der Höhlen vereist. Der Untergrund ist hier unberechenbar, da man auf den morschen Stämmen und im Moos tief einsinken kann.
Aus dem Wald hinaus geht es über landwirtschaftlich genutzte Felder hinunter zum Inn und in das Dorf Susch. Es liegt am Fuss des Flüelapasses, der das Unterengadin mit Davos verbindet. Markante Türme im Ortskern oder die Festung Rohan zieren das Passdorf, das im Zeitalter der Säumer- und Postkutschen aufblühte.
Weiter geht es auf einem schönen Pfad direkt dem Flussufer entlang nach Fuorcha. Bäume und Gebüsch spenden am Flussufer Schatten und sorgen für gemütliche Rastplätze. Felder säumen die linke Seite des Wegs und auf der anderen Seite des Inn verläuft die Passstrasse nach Süden.
Ein schöner Waldpfad führt nun über den Westhang des Piz Sursassa. In Fuorcha geht der Weg in eine Schotterstrasse über und ab Chasuot geht es auf Asphalt weiter bis zum Ziel in Zernez. Hier liegt das Tor zum Schweizerischen Nationalpark. Er ist mit 170 Quadratkilometern das grösste Naturschutzgebiet der Schweiz und bietet einen einzigartigen Reichtum an Alpenflora und -fauna.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Guarda
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|---|---|
| Zielort |
Zernez
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| Richtung |
Einweg
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| Aufstieg |
480 m
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| Abstieg |
660 m
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| Distanz |
16 km
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| Dauer |
4 h 25 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
4 h 35 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Geeignete Jahreszeit |
Mai - Oktober
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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Fakten
Routennummer
