Saanenland–Freiburgerland
Übersicht
Einleitung
Schroffe Kalkflühe steigen zum vereisten Gipfel der Diablerets, unten trennt der Col du Pillon die Sprachen, die Saane führt zum Jetset-Ferienort Gstaad. Durch lichten Nadelwald hinauf nach Abländschen, im Genick die Kletterberge der Gastlosen.
Beschreibung
Die Strasse zum Col du Pillon führt durchs Gebiet einer vergletscherten Gebirgsgruppe. Am Nordfuss der "Diablerets" liegt der gleichnamige Ferien- und Luftkurort, Start der knapp 50 Kilometer langen Veloetappe nach Jaun. Mehr sanft denn ruppig schlängelt sich die Strasse hinauf zum Pass. Früh am Morgen ist noch fast niemand unterwegs. Nur das Postauto bringt ein paar Reisende auf einer herrlichen Fahrt von A nach B, beziehungsweise von Les Diablerets über den Col du Pillon nach Gstaad. Oben zeigt das mit Klebern vollgeklebte Strassenschild die Passhöhe von 1546 Metern an.
Auf den Gletscher mit "High level experience" wollen viele, Schneesportler und Ausflügler. Eine riesige Kabinenbahn surrt auf den 3000 Meter hohen Gletscher des Sex Rouge. Velofahrende surren lieber zügig passabwärts über die Kantonsgrenze ins Berner Oberland. Urige Ortschaften wie Gsteig, Feutersoey und Grund erfreuen auf der Fahrt durchs schöne Tal der Oberen Saane. Womöglich sorgt sogar ein Alpabzug, mitten auf der Strasse für zusätzliche Abwechslung. In Gstaad und Saanen haben der Geigenvirtuose Yehudi Menuhin sowie der indische Philosoph Jiddu Krishnamurti ihre Spuren hinterlassen. Letzterer verliebte sich auf einer seiner Europareisen im Saanenland "in die stille Majestät der Berge, die Schönheit der Täler mit ihren Bächen und Wiesen". Von 1961 bis 85 kehrte er jeden Sommer für Vorträge nach Saanen zurück.
Holzhäuser und Landschaft im Saanenland sind wahrlich eine Augenweide. Kein Wunder kommen die "Geschönten" und Reichen immer wieder gerne zurück. Der feine Saanenland Alpkäse, der hier im Sommer nach handwerklicher Tradition produziert wird, schmeckt auch während des schweisstreibenden Aufstiegs durchs Grischbachtal. Dieses ist nicht nur steil, sondern auch eng. So eng, dass, wenn einer unten im Tal eine Cervelat brätelt, man dies zuoberst immer noch riechen kann. Ist der Mittelberg auf 1633 Meter erreicht, sind die Gastlosen nicht mehr weit. Es scheint als hätte man die Dolomiten vor Augen, nicht umsonst werden sie auch "Saanenländer Dolomiten" genannt.
Kurz nach Abländschen ändert sich der Name des Kantons, nicht aber jener des Baches: Den Jaunbach nennt man in Bern und in Frbourg "Jäunli". Zuweilen gemütlich gurgelnd, dann wieder heftig tosend folgt er einen bis ans Etappenziel nach Jaun und mündet später in den Greyerzersee. Im deutschsprachigen Dorf Jaun lohnt sich ein Besuch beim geheimnisumwitterten Wasserfall. Auch die beiden Kirchen, die Alte Kirche aus dem 11. oder 12. Jahrhundert und die Neue von Anfang des 20. Jahrhunderts, sind hübsch anzuschauen. Die Neue Kirche dient als Gotteshaus, die Alte Kirche trägt heute den Namen "Cantorama". In ihr wird gesungen was das Zeug hält...
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Les Diablerets
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|---|---|
| Zielort |
Jaun
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| Aufstieg |
1150 m
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| Abstieg |
1300 m
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| Distanz |
48 km
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| Distanz auf Asphalt |
48 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Thema |
Über einen Pass, Entlang dem Wasser
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-59/etapp... |
Fakten
Routennummer
