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Einleitung

Das lebhafte Stein am Rhein hat eine der schönsten mittelalterlichen Altstädte der Schweiz. Vorbei an prächtigen Villen verlässt man den Ort und überquert die grüne Grenze nach Deutschland. Die Künstlerhalbinsel Höri wurde durch Hermann Hesse berühmt, der zeitweise in Gaienhofen lebte. Durch Streuobstwiesen, Gemüsefelder und Schilfzonen radelt man nun gemächlich durch die Hörilandschaft und nach Radolfzell, dessen Kirchtum schon von Weitem sichtbar ist.

Beschreibung

Hoch über dem mittelalterlichen Stein am Rhein thront die Burg Hohenklingen aus dem 12. Jahrhundert. Von kriegerischen Zerstörungen blieb sie glücklicherweise verschont. Der Blick hinab nach Stein am Rhein ist grossartig. Durch ein Naturschutzgebiet radelnd wird bei Öhningen die Grenze überquert. Prächtig sind die Villen, den See sieht man nur ab und zu. Ausser man besucht noch das Strandbad Öhningen vor der Weiterreise. Diese zeigt sich von einer gemütlichen Seite: Vorbei an Teich und quakenden Fröschen geht’s durchs von Schlösschen, Kapelle und Hexenhäusle verzauberte Kattenhorn nach Wangen. Im Sommer 2011 wurden die Pfahlbauten von Öhningen-Wangen ins UNESCO-Welterbe aufgenommen. Zwischen 30’000 und 50’000 Pfähle sollen sich in der Bucht östlich von Wangen befinden.

Eine Augenweide ist das Museum Fischerhaus, welches eine Auswahl jungsteinzeitlicher Funde präsentiert. In der ganzen Höri, der Bodensee-Halbinsel wzwischen Stein am Rhein und Radolfzell, gibt es stattliche Riegelhäuser zu bewundern. Kartoffeln, Beeren und Kirschen verführen zu einem Halt in den Hofläden im XL-Format. Das Otto-Dix-Haus liegt leicht erhöht. Er war ein Maler, der andere ein weltberühmter Schriftsteller. Gemeint ist Hermann Hesse. Sie beide lebten einst in der Bodenseegemeinde Gaienhofen. Ein Besuch des Hesse-Museums ist zumindest für Fans ein Muss.

Sanft und lieblich präsentiert sich dann die Etappe zwischen Stein am Rhein und Radolfzell. Vom Unter- gelangt man an den Zellersee, von Camping- und Badeplätzen zu den Pfahlbauten bei Hornstaad. Eine Tafel verrät, dass im Naturschutzgebiet Hornspitze viele seltene Tiere und Pflanzen leben, die andernorts längst verschwunden sind. Das Bodenseeufer reicht von der Flachwasserzone über Röhrichte, Sumpfwiesen, Streuwiesen und Auenwald bis zu feuchten Mähwiesen. In der geschützten Flachwasserzone überwintern zahlreiche Enten, Sing- und Zwergschwäne.

Wer bis anhin noch keine der vielen Bademöglichkeiten genutzt hat, kann dies im Strandbad Moos nachholen. Die herrliche Aussicht auf See und Hügel lässt sich auf der Terrasse der Gaststätte geniessen. Auch Erdbeeren gedeihen prächtig im Seewiesen-Moos. Einer Reihe von stämmigen Platanen entlangfahrend gelangt man an den Bahnhof von Radolfzell. Auch wenn bereits ein Zug warten sollte, ein Besuch der alten Fasnachts-Stadt sollte nicht versäumt werden. Das Radolfzeller Münster am Marktplatz wirkt riesig und der jetzige spätgotische Bau heisst – in Anlehnung an Maria, der Mutter Jesu – «Münster Unserer Lieben Frau».

Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein

Technische Angaben

Inhalte Technische Angaben anzeigen
Startort
Stein am Rhein
Zielort
Radolfzell
Aufstieg
170 m
Abstieg
170 m
Distanz
24 km
Distanz auf Asphalt
24 km
Konditionelle Anforderungen
Leicht

Route

Bodensee-Radweg

Konstanz - Friedrichshafen–Rorschach–Stein am Rhein - Konstanz
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Karte

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Fakten

Routennummer

Etappe: 7/8

Distanz

24 km

Aufstieg

170 m