Kulturspur Appenzellerland
Übersicht
Einleitung
Von Trogen steigt man hinab ins Goldachtal und folgt diesem bis Zweibrücken. Der steile Aufstieg nach Rehetobel wird mit einer einmaligen Aussicht ins Appenzellerland und zum Alpstein belohnt. Das Dorf war um 1900 Zentrum der textilen Heimindustrie. Via Aussichtspunkt Kaienspitz mit weitem Panoramablick über den Bodensee und in den Alpstein gehts hinunter zum Biedermeierdorf Heiden.
Beschreibung
Idyllisch erstreckt sich Trogen auf dem Hügelkamm am Fusse des Gäbris. Bekannt ist der Startort unter anderem für das Pestalozzidorf. Ein steiler Weg führt hinab ins tief eingeschnittene Tal der Goldach. Die überwachsenen Schwimmbecken der Naturbadi Trogen erinnern an frühere Zeiten. Über die Wiesen des Hofes Brändli umgeht man einen ersten Schluchtteil und erreicht die Talsohle wieder bei der Brücke und der Wirtschaft Chastenloch. Hier, wo Moosbach und Säglibach in die Goldach münden, wurde einst die Wasserkraft für das Mahlen von Korn genutzt.
Die Goldach hat sich über Jahrtausende durch die Nagelfluh- und Sandsteinschichten gefressen. Der Wanderweg folgt dem naturbelassenen Bachlauf. Bei Zweibrücken beginnt der Aufstieg über die Geländekante nach Neuschwendi. Vom Grat aus öffnet sich langsam der Weitblick Richtung Bodensee und Alpstein. Auf einem schmalen Pfad entlang eines lang gezogenen Hügels erreicht man Rehtobel. Rehetobel war um 1900 ein Zentrum der Textilen Heimindustrie. Für die bekannten St.Galler und Speicherer Handels- und Textilhäuser wurde gewoben und vor allem auch gestickt. Ehemalige Fabrikantenhäuser und Webhäuschen erinnern an die Hochblüte der Textilindustrie.
Nun zieht sich der Weg dem Hügelzug entlang bis zum bekannten Aussichtspunkt auf dem Kaienspitz. Praktisch der ganze Bodensee bis weit in den Schwarzwald (D) ist erkennbar, im Osten und Süden grüssen Rätikon und Alpstein. Auf dem Hügelkamm über Wald- und Wiesenwege und danach auf Güterstrassen wird das Tagesziel erreicht. Heiden liegt auf einer Sonnenterrasse über dem Bodensee und ist gut ans ÖV-Netz angeschlossen. Nach einem Brand im Jahr 1838 wurde der Dorfkern schachbrettartig im biedermeier-klassizistischen Stil neu aufgebaut. Wer Zeit hat, besucht das örtliche Museum, Lgeniesst den Weitblick vom Kirchenturm oder macht einen Abstecher ins Museum Henry Dunant. Der Initiant des Roten Kreuzes lebte die letzten 18 Lebensjahre in Heiden. Die Ausstellung widmet sich dem bewegten Leben des Genfer Friedensnobelpreisträgers und lädt die Besuchenden ein, über Krieg, Frieden, Solidarität und Menschlichkeit nachzudenken.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Trogen
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|---|---|
| Zielort |
Heiden
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| Aufstieg |
660 m
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| Abstieg |
760 m
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| Distanz |
13 km
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| Dauer |
4 h
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| Dauer umgekehrte Richtung |
4 h 10 min
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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Fakten
Routennummer
