Ostschweizer Wein-Route
Übersicht
Einleitung
Ab Weinfelden führt die Route durch die grünen Thur-Auen nach Bischofszell. Die barocke Kleinstadt lockt mit stattlichen Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Weiter geht's nach Hauptwil. Via Gossau wird das Ziel, die Klosterstadt St. Gallen, erreicht.
Beschreibung
Der Name Weinfelden kommt nicht von ungefähr: Wein spielt hier eine besondere Rolle. Für dessen hohe Qualität sorgen das milde Klima und der fruchtbare Boden. Mit viel Herzblut keltern Winzer die beiden Hauptsorten Müller-Thurgau und Blauburgunder. Beschwingt fährt es sich im ersten Abschnitt der Tour der Thur entlang, meist in unmittelbarer Nähe des Flusses, wo man kurz vor Bürglen an einem Amphibienschutzgebiet vorbeikommt. Auch der «thurbo», die Ostschweizer Regionalbahn, ist nie weit weg. Schmetterlinge segeln einem um die Ohren und ein Specht hämmert irgendwo im Wald. Was man sich bei der Gaststätte in der Auwiesen gönnen kann: ein Möhl, den bekannten naturtrüben Most aus «Mostindien».
Bekannt für sein Mammut-Flossrennen ist der Ort Kradolf. Das farbenfrohe Volksfest auf Sitter und Thur, zwischen Degenau und Kradolf, findet jedes Jahr traditionell am Muttertag statt. In Bischofszell fliesst die Sitter dann in die Thur. Mit feinen Bürgerhäusern präsentiert sich die Altstadt, schön auf einer Terrasse gelegen und deshalb mit dem Wakker-Preis ausgezeichnet. Die Industrie hat hier schon früh Fuss gefasst: Einst wurden Leinenstoffe hergestellt, heute sind es Nahrungsmittel- und Getränke.
«Der um 1430 erstellte Hauptwiler Weiher diente ursprünglich der Fischzucht und der Speisung des Mühlekanals. Seine Wasserrechte bilden den Ausgangspunkt der Frühindustrialisierung Hauptwils» – das steht so auf einer der Tafeln des Industrielehrpfades zwischen Bischofszell und Hauptwil, auf dem die Veloroute nun verläuft. Schön anzuschauen sind unterwegs die Fachwerkhäuser. Durch eine sanft gewellte Landschaft führt die Etappe via Arnegg weiter nach Gossau. Rund um die Industriestadt grasen Kühe und Ziegen, Bauernhofkatzen streifen durch die Felder. Die Gegend ist das Zentrum der landwirtschaftlichen Produktion des Kantons St. Gallen, vor allem Butter und Käse werden hier hergestellt.
Zu geniessen gibt es aber nicht nur Freuden für den Gaumen, sondern auch für das Auge: Eindrücklich sind die Aussichten von den vielen Brücken hinab auf Sitter und Sittertal, ziemlich archaisch anmutend mit den tiefen Bacheinschnitten. Das Etappenziel St. Gallen ist mehr als einen Kurzbesuch wert. Die Ostschweizer Metropole glänzt mit hübscher Altstadt, weltberühmtem Stift, höchstgelegenem Stadion im Schweizer Profifussball – und natürlich der St. Galler Bratwurst, die sich nach der anstrengenden Velotour durchaus auch mal stilecht ohne Senf verzehren lässt.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Weinfelden
|
|---|---|
| Zielort |
St. Gallen
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| Aufstieg |
480 m
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| Abstieg |
240 m
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| Distanz |
38 km
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| Distanz auf Asphalt |
27 km
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| Distanz auf Naturbelag |
11 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Durch Rebberge
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Fakten
Routennummer
