Rhein-Route
Übersicht
Einleitung
Der Bodensee: Die Seele Europas. Das Gebiet um das grün und silber flimmernde «Schwäbische Meer» ist eine uralte Kulturlandschaft. Trotz pulsierendem Uferleben blieb der Thurgau ein idyllischer Landschaftsstrich mit Schlössern und grossen Obstbaumgärten.
Beschreibung
Der Bodensee verleiht Flügel und sorgt für gebräunte Köpfe: Bequem lässt sich vielerorts ein E-Bike mieten; mühelos und beflügelt pedalt man bei viel Sonnenschein dem See entlang. Nur idyllisch geht es auf der Velostrecke aber nicht zu und her: Erfreute man sich soeben noch am Abschnitt direkt am «Schwäbischen Meer», kommt bestimmt gleich eine Umfahrung, die einen, wenn auch nur kurz, vom gefühlten Paradies wegführt. Vom Paradies, in dem man sich vielleicht kurz zuvor im Rheindelta wähnte, dem grössten Süsswasserdelta Europas.
Trotz Kanalisierung gilt der Alpenrhein als grösster «Wildbach» Mitteleuropas. Enorme Sedimentmengen verändern die Mündungslandschaft stets. So entwickeln sich jährlich und seit Jahrtausenden etwa zwei bis drei Hektaren neue Landflächen. Obwohl diese nur gut einen Drittel des Naturschutzgebiets umfassen, bietet das Rheindelta mit Auwäldern, Streuwiesen, Röhrichten und sogenanntem Strandlingsrasen zahlreichen Pflanzenarten wertvollen Lebensraum. Es ist aufgrund seiner ökologischen Bedeutung ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung – und ein wunderbarer Streckenabschnitt für Fussgänger und Velofahrer! Immerhin von regionaler Bedeutung präsentiert sich das Saurer Museum in Arbon, ein Paradies für Oldtimer-Fans und Interessierte von Textil- sowie Stickmaschinen der ersten Generation. Die Blütezeit der Stadt begann mit der Leinenproduktion im 17. Jahrhundert. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war die Maschinenfabrik Saurer wirtschaftlich prägend. Bis 1987 wurde die Produktion von Motoren und Stickmaschinen schliesslich eingestellt – ein herber Schlag für die Stadt an der Flachwasserbucht.
Wasser, Strandbäder, Bootshäfen, Campingplätze, bunte Blumengärten, rostige Rostgänse, Kormorane, Lachmöwen, Eisvögel, Alpenstrandläufer, Flussuferläufer und viel Obst – das gibt es in «Mostindien» am Bodensee zu sehen. Manchmal auch wundervolle Sonnenauf- und Untergänge. An schönen Wochenenden oder in der Ferienzeit rollen die Räder zahlreich – aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Anderswo. Nicht zu Unrecht: Mit viel Freude fährt man durch hübsche Thurgauer Orte wie Egnach, Romanshorn, Uttwil, Kesswil, Güttingen und Münsterlingen. Kreuzlingen, grösste Schweizer Stadt am Bodensee, begrüsst einen schliesslich mit dem Seeburgpark. Herz des grössten, öffentlichen Erholungs- und Naturparks am Bodensee: das Schloss Seeburg, welches seit der Renovation in der 80er-Jahren unter Bundesschutz steht. Heute befinden sich im über 400-jährigen Schloss ein Restaurant, ein Saal für Gesellschaften sowie Büros der Universität Konstanz. Mit der deutschen Nachbarstadt verbindet Kreuzlingen eine grenzenlose Zusammenarbeit in vielen gesellschaftlichen und technischen Bereichen.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
St. Margrethen
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|---|---|
| Zielort |
Kreuzlingen
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| Richtung |
Einweg
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| Aufstieg |
260 m
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| Abstieg |
280 m
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| Distanz |
63 km
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| Distanz auf Asphalt |
58 km
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| Distanz auf Naturbelag |
5 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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Fakten
Routennummer
