Via Calanca
Übersicht
Einleitung
Das äussere Calancatal weist eine üppige Vegetation auf, die von der Kastanienkultur geprägt ist. Bis Santa Maria führt ein Saumpfad über breite Terrassengebiete mit traumhafter Sicht ins Misox. Hinunter zum Fluss Calancasca und vorbei am imposanten Gneiss-Steinbruch geht es nach Arvigo.
Beschreibung
Das süd-alpine Dorf Grono hat im Rücken den Piz di Renten und vor sich die Moesa, die hier durch ein wunderbares Auengebiet fliesst. Am Südhang gelegen ist der Ort umgeben von Weinbergen und Kastanienwäldern. Steingebäude, die bis zu 800 Jahre alt sind und schöne Wandbemalungen unterstreichen den mediterranen Charme der Ortschaft im Kanton Graubünden.
Die erste der beiden Etappen der Via Calanca beginnt im Zentrum von Grono. An engen, gepflasterten Gassen vorbei geht es aus dem Ort hinaus und in den Wald hinein. Grosse Felsbrocken liegen auf beiden Seiten des alten Saumpfads. Der Aufstieg nach Castaneda führt an den alten Mühlen von Pisella vorbei. Die steinernen Ruinen sind von jahrhundertealten landwirtschaftlichen Terrassen und einem Kastanienwald umgeben.
Auf den abgeschliffenen Steinplatten des historischen Wegs geht es weiter bergwärts mit Blick auf die über tausendjährige Chiesa di Santa Maria. Die Kirche steht auf einer ausgeprägten Terrasse. Zusammen mit dem Kapuzinerkloster, dem mittelalterlichen Turm, dem Beinhaus und der jahrhundertealten Linde erinnert sie an eine Vergangenheit, in der Santa Maria Macht, Prestige und Reichtum erlebte.
Den Hang querend, gelangt man langsam in das Calancatal. Die trockene, von Ginster, Weissdorn und Wacholder geprägte Landschaft ist beeindruckend. Zur rechten Seite erhebt sich der imposante Felsen Crap de Maria. Trockenmauern säumen den Weg bis ans Seeufer hinunter. Im Rücken schweift der Blick über die Berggipfel und -grate, die meist auch die Grenze zum benachbarten Italien bilden.
Am Laghet di Buseno geht es durch einen verschlafenen Weiler. Über dem Auslasswehr blickt man tief in die Schlucht der Calancasca und auf die schöne, von Wald umgebene Stauseefläche. Dem Ufer folgend führt der Weg wieder leicht aufwärts. Kurz vor Buseno geht es über die tiefe, steinige Schlucht der Rià Boleder. Die kleine Ortschaft am Hang zwischen Felswänden und Wald ist durchzogen von unzähligen Trockensteinmauern.
Weiter führt der flache Weg am Hang durch kurze Waldabschnitte und über Steinlawinen und später zwischen der breiten Calancasca und der Strasse. Auf der linken Seite wird der beeindruckende Gneisbruch vor Arvigo sichtbar. Das Gestein ist 300 Millionen Jahre alt und wird seit mehr als einem Jahrhundert im Tal abgebaut. Es wird eingesetzt beim Bau von Böden, Küchen, Kaminen, Brunnen, Pergolen, Pools oder Mauerwerken.
Zwischen bewaldeten Felshängen mit schönen Wasserfällen wird Arvigo erreicht, der Hauptort des Calancatals. Das Dorf wurde auf einem riesigen Schuttkegel des Wildbachs erbaut und wird von der Kirche San Lorenzo und ihrem hohen Turm überragt. Reizvoll ist auch die schöne Bogenbrücke aus Steinplatten, die den neuen Teil des Dorfes mit dem alten verbindet.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Grono
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|---|---|
| Zielort |
Arvigo
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| Richtung |
Einweg
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| Aufstieg |
900 m
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| Abstieg |
440 m
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| Distanz |
12 km
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| Dauer |
4 h 25 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
3 h 50 min
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Details | Tourenbeschreibung |
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6565
San Bernardino
Telefon
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Fakten
Routennummer
