Walserweg
Übersicht
Einleitung
Im 14. Jahrhundert siedelten die Walser in Schlappin. Durch den Schutzwald aufs Saaser Alpgebiet. Karstlandschaft am Rätschenjoch, ehemaliges Bergbaugebiet in der «Butzchammera», Felssturz-Landschaft im Gafiatal, Streusiedlungen am Hang, am Ende eine geschlossene Siedlung in St. Antönien Platz.
Beschreibung
Klosters, ein alpiner Ferienort im Chalet-Stil, liegt zuoberst im Prättigau. Die 800-jährige Geschichte des Orts ist vom Walsertum geprägt. Die zähen «Chrampfer» sollen gutmütig, direkt, freiheitsliebend und naturverbunden gewesen sein. Durch ihre harte Arbeit haben sie Landschaft und Leute in Graubünden geprägt.
Vom Bahnhof Klosters führt der gut befestigte Weg anfangs im Zickzack steil das Schlappintobel hoch. Unterhalb des Wegs fliesst der Gebirgsbach. Einige Meter geht es dem Schlappinsee entlang, der zum Fischen, Planschen und Verweilen einlädt. Nach der kleinen Walsersiedlung Schlappin zweigt der Weg nach links ab. Nun geht es weiter bergauf, jedoch etwas weniger steil.
Durch einen märchenhaften Wald mit schönen Bächen, riesigen Pilzen und saftig grünem Gras hindurch lässt man die Baumgrenze hinter sich. Es lohnt sich ein Blick nach Osten, wo sich nun das Schlappintal öffnet. Über das Schlappiner-Joch wurden unter anderem Wein und Vieh über den Saumpfad gehandelt. 1622 war er Kriegsschauplatz zwischen den Bündern und dem Montafon.
Am steilen Hang entlang wird das Zügenhüttli erreicht. An der folgenden Abzweigung geht der Weg nach rechts weiter. Links abbiegend würde die Madrisa-Seilbahn mit ihrem Erlebnispark für Familien erreicht. Hier könnte die lange Etappe in zwei Teile geteilt werden.
Weiter bergauf, vorbei am Obersäss, erreicht man die Chüecalanda. Hier schlagen die Murmeltiere Alarm, wenn man ihnen zu nahe kommt. Im Rücken sind die Dreitausender der Bünder Alpen zu sehen, die Weissfluh über Klosters und das Pischahorn über Davos. Die saftigen Weiden kontrastieren mit der steinigen Saaser-Calanda und dem Rätschenhorn. Auf 2601 m ü. M. ist der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Auf dem Rätschenjoch eröffnet sich eine fantastische Weitsicht in Richtung Norden und Süden. Die weisse Gafier Platte liegt plötzlich direkt vor einem.
Nach dem Aufstieg über einen saftig grünen Südhang geht es jetzt über eine Schotterlandschaft am Nordhang wieder bergab. Meter für Meter nimmt das Grün zu und man lässt die Gafier-Platten hinter sich. Mit Blick auf das Madrisajoch und das Gafier Joch geht es weiter. Etwas später, weiter nördlich, gesellen sich die Sulzfluh und die Drusenfluh dazu. Die beiden letzteren Berge eignen sich zum Klettern.
Kurz vor dem Hochstelli, am Ursprung des Gafierbachs, blickt man über die steil abfallende Plattenfluh hinunter ins Tal. Dem Bachlauf folgend erreicht man die Sunnistafel. Felsstürze prägen die Urlandschaft im unteren Teil des Gafia-Tals und erschweren die Landwirtschaft. Sie ist noch immer der wichtigste Wirtschaftszweig im Hochtal von St. Antönien. Hier endet diese sehr lange, eindrückliche und abwechslungsreiche Etappe.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Klosters
|
|---|---|
| Zielort |
St. Antönien
|
| Richtung |
Einweg
|
| Höhe (Meter über Meer) |
2500 m ü.M.
|
| Aufstieg |
1600 m
|
| Abstieg |
1300 m
|
| Distanz |
21 km
|
| Dauer |
8 h
|
| Dauer umgekehrte Richtung |
7 h 35 min
|
| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
|
| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
|
| Geeignete Jahreszeit |
Juni - Oktober
|
| Thema |
Über einen Pass, Auf eine Alp, Mit Panoramaaussicht
|
Fakten
Routennummer
