Ab in die Wälder

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Einleitung

Früher bedeckte unberührter Urwald die ganze Schweiz – vom Genfer- bis zum Bodensee. Heute sind nur noch kleinste Urwaldreste übrig. Wir finden es ist Zeit, diese Wälder zu besuchen, die Natur zu spüren und neue Energie zu tanken.

Bödmerenwald Muotatal, Schwyz

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Muotathal, Urwald Boedmeren

Mit 600 Hektaren ist der Bödmerenwald im Muotatal im Kanton Schwyz der grösster Fichtenwald mit Urwaldcharakter im gesamten Alpenraum. Urwald ähnlich, weil der Bödmerenwald kaum vom Menschen beeinflusst wurde. Der Wald wächst auf einer durchfurchten Karstlandschaft. Ein schroffe, wilde Welt, wo jeder dritte Baum zwischen 250 und 400 Jahren alt ist – die ältesten sogar 500 Jahre. Für viele Vögel sind diese alten Bäume ein wichtiger Lebensraum. Und für uns Menschen ist der geheimnisvolle und urige Wald ein wohltuende grüne Oase. 

Anreise: Mit der Bahn nach Schwyz von dort mit dem Postauto bis zum Weiler Stalden. Auf Wanderwegen auf das etwa 800 Meter höher gelegene Plateau des Bödmerenwaldes. Markierte Wanderwege nicht verlassen. 
Besuchzeit: Mitte Juni bis Mitte Oktober

Sihlwald Zürich

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Naturpark Wildnispark Zuerich-Sihlwald

Nur zehn Kilometer südlich von Zürich, befindet sich einer der ursprünglichsten und schönsten Wälder des Mittellandes – der Sihlwald. Mit einer Ausdehnung von etwa zehn Quadratkilometer ist er der grösste zusammenhängende Laubmischwald des schweizerischen Mittelandes. Nachdem der Wald die Stadt Zürich über Jahrhunderte mit Brennholz versorgt hat, werden seit dem Jahr 2000 keine Bäume mehr gefällt. Wer heute spazieren geht, findet sich schnell zwischen alten Baumriesen und knorrigem Totholz wieder.

Wildnispark Zürich Sihlwald: In der Nähe des Bahnhofs Sihlwald befindet sich ein Besucherzentrum mit Museum sowie das Restaurant Sihlwald. Hier erhält man nützliche Hinweise zum Wildnispark Zürich sowie zum fantasievollen Walderlebnispfad Sihlwald. 
Anreise: Mit der S4 geht es von Zürich HB in einer halben Stunde bis zu den Stationen Sihlwald und Sihlbrugg. 
Besuchszeit: Mitte März bis Ende Oktober

Valle di Lodano Locarno, Tessin

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Valle di Lodano, Tessin

Nur etwa 15 Kilometer von Locarno entfernt, liegt das herzige Steindörfchen Lodano. Rundherum befindet sich ein grosses Waldreservat mit einer faszinierenden Landschaft und vielen unterschiedlichen Tieren und Pflanzen. Die alten Buchenwälder des Valle di Lodano verbreiten sich seit der letzten Vergletscherung aussergewöhnlich ökologisch. Und stehen daher als herausragendes Beispiel auf der offiziellen Liste für eine Anerkennung als UNESCO Welterbe. Also nichts wie hin und auf einem der vier Wanderwege das noch unbekannte Valle di Lodano und die vielen prächtigen alten Buchen entdecken.

Anreise: Lodano erreicht man mit dem Bus ab Locarno in einer guten halben Stunde. Von dort führen vier Wanderwege durchs Tal und die Wälder. 
Besuchszeit: Mitte Mai bis ca. Ende Oktober

God da Tamangur Scuol, Graubünden

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Val S-charl, God da Tamangur

Zuhinterst im idyllischen Val S-charl südlich von Scuol steht der höchstgelegene Arvenwald von Europa. Einzelne Bäume wachsen bis auf eine Höhe von 2400 Meter. Für die Rätoromanen ist er Symbol für Hartnäckigkeit, Überlebenswillen und Stärke. Seit 2007 steht der God da Tamangur unter Schutz und die Natur kann sich wieder frei entfalten. Der Gang durch den duftenden Wald vorbei an den jungen und bis 700-jährigen knorrigen Arven ist ein wahrliches Naturerlebnis.

Anreise: Entweder mit der Bahn nach Scuol und von dort mit dem Bus nach S-carl oder mit der Bahn nach Zernez und von dort mit dem Postauto auf den Ofenpasss. Von S-charl dauert die Wanderung zum Wald eineinhalb Stunden vom Ofenpass zweieinhalb Stunden. 
Besuchszeit: Mitte/Ende Mai bis ca. Ende Oktober 

Risoud Wald Vallée de Joux, Waadt

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Le Brassus, Risoud-Wald

Der Grand Risoud bedeckt das sanft ansteigende Hügelland zwischen dem Talboden des Vallée de Joux im Kanton Waadt und der französischen Grenze. Er ist vier Kilometer breit und ungefähr 15 Kilometer lang. Hier kann man stunden- oder tagelang unterwegs sein, ohne den Wald zu verlassen – ein Erlebnis das in der kleinen, zerstückelten Schweiz einmalig ist. Und nicht nur der Risoud Wald lohnt es sich zu besuchen, sondern auch das Tal Vallée de Joux mit dem gleichnamigen See und seiner langen Tradition der Uhrmacherkunst.


Anreise
: Mit der Bahn nach Le Brassus oder Le Sentier. Von dort sind es gut zwei Kilometer bis zum Waldrand. Damit man sich nicht verirrt, empfiehlt es sich eine Karte und einen Kompass mitzunehmen. Zudem sollte man sich strikt an die markierten Wege halten. 
Besuchszeit: Mitte März bis Ende Oktober
 

Aletsch Wald Fiescheralp, Wallis

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Riederalp, Aletschgletscher

Der Aletschwald liegt an der südlichen Seitenmoräne des grössten Gletschers der Alpen, dem Aletschgletscher. Auf 1800 bis 2200 Meter über Meer wachsen haupsächlich Arven, wenige Lärchen, Fichten und Birken. Auf einer der Höhenwanderungen durch den geschützten Aletschwald begeistern nicht nur die Bäume sondern auch die Aussicht auf den Gletscher, das Matterhorn und die umliegenden Berge.

 
Anreise: Mit der Bahn von Brig bis Mörel und von dort mit der Luftseilbahn auf die autofreie Riederalp, mit der Bahn bis Betten und von dort mit der Luftseilbahn auf die Bettmeralp oder mit der Bahn bis Fiesch und von dort hoch auf die Fiescheralp. 
Besuchszeit: Mitte Mai bis Ende Oktober