Director's Choice.
Einleitung
Mehr als 10 Millionen erstklassiger Werke lagern in den Sammlungen der Schweizer Kunstmuseen. Nun stellen die Direktorinnen und Direktoren von zehn renommierten Museen erstmals ihre Lieblingswerke persönlich vor.
Riehen/Basel Fondation Beyeler
Nahe bei Basel locken Renzo Pianos Gebäude wie auch die herausragende Sammlung von Werken der Klassischen Moderne Kunstfreunde in die Fondation Beyeler. Geleitet wird diese seit 2008 von Sam Keller. Davor war Keller Direktor der renommierten Kunstmesse Art Basel.
Ausgewählte Werke:
Henri Rousseau: Le lion, ayant faim, se jette sur l'antilope, 1898/1905
Claude Monet: Le Bassin aux Nymphéas, ca. 1917–1920
Alexander Calder: The Tree, 1966
Winterthur Fotozentrum Winterthur
In Winterthur befindet sich das Schweizer Kompetenzzentrum für Fotografie: Das Fotomuseum Winterthur und die Fotostiftung Schweiz dokumentieren die Bandbreite fotografischer Arbeiten.
Geleitet wird die Institution von Nadine Wietlisbach (Fotomuseum Winterthur) und Peter Pfrunder (Fotostiftung Schweiz).
Ausgewählte Werke:
Robert Frank: Memphis, I Want to Escape, 1955/1990
Pia Zanetti: Bette Davis, Cernobbio, Italien, 1988
Anne Collier: Tripod, 2016
Zürich Kunsthaus Zürich
Das Kunsthaus Zürich beherbergt die bedeutendste Modernesammlung Zürichs. Mit dem kürzlich eröffneten Erweiterungsbau von David Chipperfield Architects ist es das grösste Kunstmuseum der Schweiz. Seit 2000 hat der Kunsthistoriker Christoph Becker die Leitung des Kunsthaus inne. Dieses Jahr übergibt er das Zepter an die Belgierin Ann Demeester.
Ausgewählte Werke:
Johann Heinrich Füssli: Titania liebkost Zettel mit dem Eselskopf, 1793–94
Alberto Giacometti: Grande Tête de Diego, 1954
Pablo Picasso: Grand nu, 1964
Basel Kunstmuseum Basel
Das Kunstmuseum Basel verfügt über eine hochklassige Sammlung, die vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. 2013 wurde das Kunstmuseum von der Londoner Times zum fünftbesten Museum der Welt gewählt. Seit 2016 wird das Museum durch Dr. Josef Helfenstein geleitet. Helfensteins frühere berufliche Stationen umfassen das Kunstmuseum Bern, das Krannert Art Museum an der University of Illinois sowie die Menil Collection and Foundation in Houston, Texas.
Ausgewählte Werke:
Pablo Picasso: Les deux frères, 1905-06
Sophie Taeuber-Arp: Équilibre, 1934
Andy Warhol: Ten-foot Flowers, 1967–68
Genf Mamco – Musée d'art moderne et contemporain
In Genf hat die Kunst in einer alten Fabrik ein neues Zuhause gefunden. Das MAMCO (Musée d’Art moderne et contemporaine) präsentiert zeitgenössische Kunst in einer aufregenden dynamischen Museumspraxis. Seit 2016 ist Lionel Bovier Direktor des MAMCO. Zuvor war er als freiberuflicher Kurator tätig, unter anderem im Kunstmuseum «Le Magasin» in Grenoble.
Ausgewählte Werke:
Kabinett für konkrete Poesie
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Sylvie Fleury: Be Good, Be Bad, Just Be!, 2008
Lugano Museo d’arte della Svizzera italiana
An seinen zwei Standorten – im Kulturzentrum LAC und im historischen Palazzo Reali – bietet das MASI Lugano ein umfangreiches Ausstellungsprogramm, wechselnde Sammlungspräsentationen sowie ein mehrsprachiges Vermittlungsprogramm. Seit 2018 ist der Kunsthistoriker Tobia Bezzola Direktor des Museo d’arte della Svizzera italiana. Davor war er Leiter des Museum Folkwang in Essen.
Ausgewählte Werke:
Umberto Boccioni: Campagna lombarda o Sinfonia campestre, 1908
Augusto Giacometti: San Pietro a Venezia, 1935
Nicolas Party: Sunset, 2017
Zürich Museum für Gestaltung
Das Museum für Gestaltung Zürich ist eine der führenden Adressen für Gestaltung und visuelle Kommunikation in Europa. Seit 2003 ist Christian Brändle Direktor des Museums. Der ausgebildete Architekt war zuvor zuständig für die Bauleitung der Arteplage Murten an der Landesausstellung Expo.02. Er war zudem für das Opernhaus Zürich sowie die Kunsthalle Basel tätig.
Ausgewählte Werke:
Sophie Taeuber-Arp: Kissenplatte (ohne Titel), 1916
Herbert Matter: Für schöne Autofahrten die Schweiz, Plakat, 1935
Adrian Frutiger: Studienarbeit (Vorprojekt der Univers), 1950-51
Basel Museum Tinguely
Das Museum Tinguely in Basel widmet sich ganz dem Werk des berühmten Schweizer Malers und Bildhauers Jean Tinguely. Der Kunsthistoriker Roland Wetzel übernahm 2009 das Direktorium des Museums von Guido Magnaguagno. Wetzel ist ausserdem auch Autor von zahlreichen Kunstpublikationen.
Ausgewählte Werke:
Jean Tinguely: Méta-Matic No. 10, 1959
Jean Tinguely: Rotozaza II, 1967
Jean Tinguely: Grosse Méta-Maxi-Maxi-Utopia, 1987
Lausanne Photo Elysée
Das Photo Elysée in Lausanne präsentiert an seinem neuen Standort, der Plateforme 10 in Lausanne, seit Mitte Juni 2022 wieder internationale fotografische Kunst. Bis 2021 wurde das Museum durch Tatyana Franck geleitet; am neuen Standort in der Plateforme 10 wurde Franck durch die Kunsthistorikerin Nathalie Herschdorfer abgelöst.
Ausgewählte Werke:
Gabriel Lippmann: Sonnenuntergang und Gletscher, ca. 1891-1899
Jan Groover: Untitled, ca. 1978
Luis Carlos Tovar: Jardín de mi padre, 2019
Bern Zentrum Paul Klee
In Bern zeigt das Zentrum Paul Klee in einem spektakulären Bau von Renzo Piano die weltgrösste Sammlung von Klee-Werken. 2016 übernahm die Kunsthistorikerin Nina Zimmer die Leitung des Zentrum Paul Klee, und zugleich wurde sie in einer Doppelfunktion Leiterin des Kunstmuseums Bern. Davor war Zimmer Kuratorin und Vizedirektorin am Kunstmuseum Basel.
Ausgewählte Werke:
Paul Klee: Ohne Titel (Elektrischer Spuk), 1923
Paul Klee: Alphabet I / Alphabet II, 1938
Paul Klee: Vorhaben, 1938