Aare Kanu
Übersicht
Einleitung
Über das glatte Wasser, entlang schilfgesäumter, wilder Ufer durchs Land der Burgen gleiten. Aber nicht nur jene der kriegerischen Ahnen, auch Biberburgen sind zu entdecken.
Beschreibung
Im Jahr 1798 war Aarau für kurze Zeit die erste Hauptstadt der Helvetischen Republik. Doch schon wenige Monate später zog die Regierung nach Luzern. Der Traum der revolutionären Aargauer von eine klassizistischen Idealstadt war ausgeträumt. Sehenswert ist die «Stadt der schönen Giebel» aber allemal.
Kurz nach dem Einbooten oberhalb des Flösserplatzes wird, den linken[CF1.1] Flussarm benutzend, das Wehr des Kraftwerks Rüchlig erreicht, das rechts umtragen wird. Sogleich ändert die städtische Kulisse in eine reizvolle Flussaue. Die Strecke ist gesäumt von zahllosen Schlössern und Burgen. Sie erzählen von einer fernen, kriegerischen Zeit. So besetzten die Berner 1499 im Schwabenkrieg die Burg Biberstein zur Sicherung ihrer Nordgrenze. Von dieser Besatzung zeugt das Berner Wappen, das auf der Burg prangt. Weitere Burgen, die vom Fluss zu entdecken sind, befinden sich in Wildegg und Habsburg.
In Biberstein beginnt der Stausee des Kraftwerks Rupperswil-Auenstein. Er ist ein stilles und verträumtes Kleinod. Der üppige Uferbewuchs hat sein Betonkorsett vollständig verdeckt, verpasse also inmitten vom vielen Grün den Ausstieg links nicht. Bis Wildegg mit seinem Schloss herrscht sanfte Strömung. Hier beginnt der Rückstau des Kraftwerks Wildegg-Brugg. Der langgezogene See ist mit seinen goldenen Schilfsäumen, den zahlreichen Biberspuren und seinen Wasservögeln ein wahres Naturparadies.
Nach der Brücke bei Schinznach-Bad ist links in den Kanal einzubiegen, das Kraftwerk ist auf der rechten Seite umtrag- bzw. -fahrbar. Kurz darauf, nachdem das Abwasser wieder hinzustösst, wird Brugg erreicht. Die Schlucht mit der aufgesetzten Altstadt bietet eine spektakuläre Kulisse. Bis auf zwölf Meter verengt sich die sonst mächtige Aare, wenn sie sich schäumend durch den Felsriegel presst. Bereits die Römer nutzten die Flussenge zum Bau einer Brücke. Diese war seither von grossem Einfluss für die Stadt, die darum auch danach benannt wurde. Die Schlucht ist zwar für erfahrene Kanuten befahrbar, es empfiehlt sich aber vorher auszusteigen. Dafür eignet sich ein kleiner Strand beim Grillplatz nahe des Schlosses Altenburg, welches heute eine Jugi beherbergt. Von dort aus gilt es zu tragen oder besser Brugg mit Bootswagen zu Fuss zu durchqueren. Die nächste Etappe beginnt linksufrig unterhalb der Altstadt beim Geissenschachen, wo bequem eingestiegen werden kann.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Aarau
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|---|---|
| Zielort |
Brugg
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| Distanz |
21 km
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/kanuland/route-1/etappe... |
Fakten
Routennummer
