Berner Aare Kanu
Übersicht
Einleitung
Der schönen, grünen Aare nach - ein etwas anderer Zugang zur Schweizer Hauptstadt. Die weitverzweigte Auenlandschaft bietet bezaubernde Wildnis und Abgeschiedenheit inmitten dicht besiedelter Landschaft.
Beschreibung
Die Aare entspringt am Grimselpass, der europäischen Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Nordsee. Nach dem Durchbruch durch die eindrückliche Aareschlucht mündet sie in den Brienzer- und gleich anschliessend in den tiefblauen Thunersee. Ab ihrem regulierten Ausfluss in Thun, wo die Aare die Alpen verlässt, ist sie ein einfacher Wanderfluss.
Wegen der berüchtigten «Uttiger Schwelle», die Wellen und Verwirbelungen bildet und etwas Geschick und Paddelerfahrung erfordern, wird jedoch am besten unterhalb der Eisenbahnbrücke bei Uttigen gefahrlos und bei einer Rampe eingebootet. Der smaragdgrün leuchtende Fluss bildet einen wunderbaren Kontrast zu den weissen Kiesbänken und der sattgrünen Ufervegetation. Schon nach den ersten Metern taucht man in eine wilde Auenlandschaft ein und vergisst leicht, mitten in der dichtbesiedelten Schweiz zu sein.
Auch ein Blick zurück lohnt sich. Bei klarer Sicht thront am Horizont das wohl bekannteste Dreigestirn der Berner Alpenkette: Eiger, Mönch und Jungfrau. Solch schöne Ausblicke verleiten zu einer Pause. Gut, dass die Aare vor allem am rechten Ufer viele Kiesstrände und Feuerstellen bietet. Die ersten beiden Brücken, die uns an die Nähe zur Zivilisation erinnern, sind problemlos zu unterfahren. Bei der Brücke von Münsingen sollte man den Brückenpfeilern frühzeitig ausweichen.
Ein Teil der Aare verschwindet nun in verzweigten Seitenarmen, deren Befahrung aus Naturschutzgründen untersagt ist. Denn diese fantastische Auenlandschaft gehört zu den grössten ihrer Art in der Schweiz. Die Flussarme und Überflutungsflächen verringern die Fliessgeschwindigkeit und können bei Bedarf die Wassermassen aufnehmen. Nebenbei entstehen wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere – ein Gewinn für Mensch und Natur also.
Die Brücke von Rubigen ist gefahrlos in der Mitte zu passieren. Getragen von der schnellen Strömung taucht auch schon bald die gedeckte Holzbrücke von Muri auf, die wegen eng stehender Pfeiler etwas Vorsicht verlangt. Linksufrig folgen bald eine grosse Wiese und der Campingplatz Eichholz. Wer will, kann hier bereits die Flussfahrt beenden. Kurz darauf lassen sich auf der gegenüberliegenden Flussseite erstaunlich viele und exotische Tiere beobachten: Man paddelt nämlich am Tierpark Dählhölzli vorbei.
Taucht dann zweihundert Meter weiter das Bundeshaus über der Aare auf, wird schnell klar, dass man endgültig in Bern angekommen ist. Linkerhand befindet sich das Marzili-Bad, wo sich die Flussschwimmenden hintreiben lassen; zumindest für die Berner das schönste Freibad der Schweiz. Die Ausbootstelle befindet sich nur wenige Paddelschläge weiter links vor der Dalmazibrücke bei den Pontonieren. Die Weiterfahrt ist verboten, das Wehr «Schwellenmätteli» ist nicht passierbar und lebensgefährlich.
Durch diese wilde Hintertür die Schweizer Hauptstadt zu erreichen, ist in seinen Kontrasten unschlagbar. Zwischen dicht bewachsenen Ufern paddelt man mitten in das UNESCO-Weltkulturerbe mit seinen Sehenswürdigkeiten. Unnötig zu erwähnen, dass Bern sehenswert ist; sechs Kilometer Laubengänge, Figurenbrunnen, das Münster, die gut erhaltenen Sandsteinfassaden und vieles mehr prägen das Stadtbild.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Uttigen
|
|---|---|
| Zielort |
Bern
|
| Distanz |
22 km
|
| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
|
| Konditionelle Anforderungen |
Leicht
|
| Thema |
Entlang dem Wasser
|
| Signalisierung |
Signalisation in beide Richtungen
|
| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/kanuland/route-60 |
Fakten
Routennummer
