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Einleitung

In Heiden, Biedermeierdorf und Luftkurort, startet die letzte Etappe der Kulturspur. Über die sanften Hügel wandert man mit einem kurzen Abstecher durch eine Innerrhoder Exklave vorbei an zahlreichen Weilern und Einzelhöfen. Ziel ist Walzenhausen, das hoch und herrlich aussichtsreich über dem Bodensee thront.

Beschreibung

Der berühmte Luftkurort Heiden erstreckt sich an prächtiger Aussichtslage auf einer Terrasse hoch über dem Bodensee. Eine Besonderheit ist das Freibad südlich des Dorfes. Mit seinem strengen geometrischen Aufbau repräsentiert es die Architektur des «Neuen Bauens». Es ist das schweizweit einzige, unverändert erhaltene Freibad aus dieser Epoche. Die Wohnquartiere verlassend, wandert man auf einem tief eingeschnittenen Hohlweg im Wald zum Weiler Altenstein. Wer möchte, macht einen Abstecher zum legendären Chindlistein auf dem nahen Hügel, der auch als Kraftort gilt.

Auf breiten Wegen durchquert man einen Waldhügel und steigt hinab in die Ebene des Najenriet. Das Gemeindegebiet von Oberegg ist eine Exklave des Kantons Appenzell Innerroden. Die vielen Grenzsteine im Torffeld illustrieren die kleinräumige Grenzziehung entlang der Konfessionen. Sie geht auf das Jahr 1597 zurück: Das sogenannte Kirchhöreprinzip führte damals bei der Appenzeller Landteilung dazu, dass die katholischen Liegenschaften fortan zu Appenzell Innerrhoden gehörten, die reformierten zu Appenzell Ausserrhoden.

Der Hof Dornesslen gehört wieder zu Ausserrhoden. Er erinnert an den Roman «Die Dornesslerin» von Walter Züst, der die tragische Geschichte rund um den damals grassierenden Hexenwahn aufarbeitet. Nach Sommerau und Gebert über den Hügelzug wandernd rückt Walzenhausen immer näher. Bei der Feuerstelle Steigbüchel hat man eine prächtige Aussicht auf das Rheintal. Ein letzter steiler Abstieg kommt vorbei an der Rheinburg-Klinik. Die Reha-Klinik war auch schon ein Erziehungs- und Unterrichtsinstitut, ein edles Grandhotel und eine preisgünstige Familienherberge.

Die Wanderung endet beim Bahnhof der Bergbahn Rheineck-Walzenhausen. Das Etappenziel liegt auf einer Terrasse hoch über dem Bodensee und dem Rheintal. Wie andere Appenzeller Dörfer erlebte auch Walzenhausen eine Blütezeit der Textilindustrie und Heimarbeit. Bis ins 19. Jahrhundert wurde hier die als «Walzehuser Tuch» bezeichnete grobe Leinwand hergestellt. Daraus hervorgegangen ist auch die schweizweit bekannte Firma Just, die ihren Sitz hier hat. Die einstige Bürstenfabrik begann 1930 mit der Produktion in einer stillgelegten Stickerei-Fabrik.

Hier am Bahnhof von Walzenhausen, Ausgangspunkt verschiedener Postautolinien und der Bergbahn nach Rheineck, endet die letzte Etappe der Kulturspur durch den vielfältigen Kanton Appenzell Ausserhoden.

Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein

Technische Angaben

Inhalte Technische Angaben anzeigen
Startort
Heiden
Zielort
Walzenhausen
Aufstieg
340 m
Abstieg
460 m
Distanz
11 km
Dauer
2 h 55 min
Dauer umgekehrte Richtung
3 h
Technische Anforderungen
Leicht
Konditionelle Anforderungen
Mittelschwer

Route

Kulturspur Appenzellerland

Urnäsch - Walzenhausen
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Karte

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Fakten

Routennummer

Etappe: 6/6

Distanz

11 km

Dauer

2 h 55 min

Aufstieg

340 m