Obstgarten-Route
Übersicht
Einleitung
Schindelverkleidete Bauerngüter, verstreut in grüner, stark modellierter Voralpenlandschaft, Kurbelarbeit über Höhen und durch tiefe Gräben, zuoberst im Chellenmoor sirrt eine Libelle übers Hochmoor, von weitem nicken die Churfirsten ins Toggenburg.
Beschreibung
Herisau ist zwar touristisch nicht so bekannt wie Appenzell, im historischen Dorfkern warten aber einige architektonische Schmuckstücke. Sie sind einen Umweg wert, bevor es auf den Sattel geht. Wenn eine 30 Kilometer lange Etappe 780 Höhenmeter aufweist, kommt man schon beim Drandenken ins Schwitzen. So schlimm wird es aber nicht, denn zu schön sind die Landschaft und verstreuten Bauernhäuser mit ihren Rundschindeln. Pausen lohnen sich also, auf der Etappe, wo auch der Säntis zu den Topstars gehört.
Auf dem Dietenberg, wo man mittlerweile auf fast 920 Meter angekommen ist, haben Schafe und Kühe das Sagen. Oder doch die Apfel- und Birnbäume? Stotzig geht’s hinauf nach Schwellbrunn. Und rassig wieder hinaus aus der höchstgelegenen Gemeinde im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Ganz nahe kommt man der hübsch herausgeputzten Häuserreihe in Schönengrund. Und von Lem- geht’s nach Hemberg. Doch zuerst will der Necker überquert werden. Auf gut 30 Kilometern schlängelt sich der Fluss durchs Neckertal, bevor er in der Thur verschwindet. Die vielen «Chrächen», «Höger» und wilden Waldschluchten wüssten wohl einiges über den stürmischen Draufgänger zu berichten. Nicht umsonst soll der keltische Name Necker so viel wie «heftig, böse und schnell» bedeuten.
Als Belohnung fürs stetige Auf und Ab lässt sich in Hemberg eine wunderbare Aussicht auf die Churfirsten, den Säntis, das Toggenburg und den Alpstein geniessen. Salomonstempel nennt sich das Hochmoor auf der kuppigen Hochebene zwischen Hemberg und Ebnat-Kappel. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es durch den Abbau von Torf stark geschädigt. Heute geht’s der Landschaft besser. Auch den behornten Toggenburger Kühen scheint es gut zu gehen. Und den Velofahrenden sowieso, denn jetzt steht ihnen eine lange Abfahrt bevor.
Von Kellen auf 1100 Meter Höhe geht’s stetig bergab. In Neu St. Johann geniesst die Luteren ihre letzten eigenständigen Meter, um gleich darauf in die Thur zu entschwinden. Auf dem Velo geniesst man den Anblick des wunderschönen Gasthauses zur Mauer. Im Riegelbau befindet sich auch die Brauerei St. Johann. Und wo es eine Brauerei gibt, ist die Klosterkirche oft nicht weit. So auch in Neu St. Johann. «Neu» übrigens, weil das im 12. Jahrhundert errichtete Kloster Alt St. Johann 1626 komplett niederbrannte. Ein möglicher Tourabschluss: eine Brauereiführung, die erklärt, wie in den historischen Mauern vor über 100 Jahren Bier gebraut wurde.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Herisau
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|---|---|
| Zielort |
Nesslau
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| Aufstieg |
780 m
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| Abstieg |
760 m
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| Distanz |
30 km
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| Distanz auf Asphalt |
30 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-75/etapp... |
Fakten
Routennummer
