Seen-Route
Übersicht
Einleitung
Lieblich und nützlich, der stromliefernde Sihlsee; vom Seedamm geteilt, der villenbewohnte Zürichsee; vom eigenwilligen Ingenieur H.C. Escher melioriert, die Linthebene mit Kanal und neuen Acker- und Wiesenflächen.
Beschreibung
Morgens mit den Mönchen aufstehen und beschwingt über Berg und Tal pedalen. Gut aufgewärmt über die Sihlseebrücke. Der neun Kilometer lange Stausee des Etzelwerks wird auf dem gut 1000 Meter langen Willerzeller Viadukt überquert. Die Autos fahren zügig, die Brücke ist schmal, Ausweichstellen gibt es keine. Leider, denn die Aussicht auf See und Berge wäre grandios. Erst nach der Brücke gönnt man sich eine Pause und lässt seinen Blick in aller Ruhe über den lieblichen Sihlsee und die Voralpenlandschaft schweifen. Dann in Sichtweite: die Skisprungschanzen von Einsiedeln. Beinahe so steil wie deren Gefälle ist der Anstieg auf den Etzelpass. Der jahrhundertealte Übergang am Jakobsweg steigt bis zu 20 Prozent an. Mit der Teufelsbrücke (1699) über die Sihl sowie der Geburtsstätte des berühmten Arztes und Naturforschers Theophrastus Bombastus von Hohenheim (kein Witz) alias Paracelsus, bietet sich viel Abwechslung. Geboren 1493 oder 94, erwies sich Paracelsus als Fachmann auf dem Gebiet der Quecksilbertherapie zur Behandlung von Syphilis. Heute werden an seinem Geburtsort Einsiedler Spezialitäten aufgetischt.
Was folgt, ist ein herrliches Panorama auf den Zürichsee. Wäre die Region rund um den See etwas weniger überbaut – nur noch etwa ein Drittel des Ufers ist zugänglich – , wäre es sogar noch etwas schöner… Die Abfahrt über Feusisberg nach Pfäffikon ist rassig und gespannt blickt man auf die beiden Mini-Inselchen Ufenau und Lützelau. Der Damm, welcher den See in zwei Teile trennt, ist deutlich weniger romantisch als man es von oben gesehen hätte meinen können. Dafür entschädigt das mittelalterliche Rapperswil, heute bekannt als Rosenstadt (von Mai bis Oktober blühen beim Kapuzinerkloster und auf der Schanz Tausende von Rosen), mit seinem anmutigen Stadtbild und dem Schloss.
Anmutig präsentiert sich ebenfalls das Zisterzienserinnenkloster Wurmsbach. Die Anlage mit dem idyllisch gelegenen Kloster umfasst nebst einer Kirche und einem Mädchenpensionat auch einen Bauernbetrieb. Bei Schmerikon endet das Vergnügen am See und die Route führt nun durch die Linthebene mit Benkner-, Burger- und Kaltbrunner Riet. Es quakt und zirpt und zwitschert und es fliegt der Reiher in den blauen Himmel. Auch die Störche scheinen hier richtiggehend aufzublühen, ebenso die Sumpfgladiole, welche von Mitte Juni bis Juli in schönstem rosa-violett (auf)blüht. Dem Linthkanal entlang erreicht man schliesslich den Ort Ziegelbrücke bei Niederurnen, welcher in zwei Hälften geteilt wird. Der nordöstliche Teil liegt im Kanton St. Gallen und der südwestliche Teil, auf der anderen Seite der Linth, im Kanton Glarus.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Einsiedeln
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|---|---|
| Zielort |
Ziegelbrücke
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| Aufstieg |
420 m
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| Abstieg |
880 m
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| Distanz |
52 km
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| Distanz auf Asphalt |
44 km
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| Distanz auf Naturbelag |
8 km
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/veloland/route-9/etappe... |
Fakten
Routennummer
