Sentiero etnografico Revöira
Übersicht
Einleitung
Diese leichte Wanderung folgt einem der vielen Wege der Wander-Weidewirtschaft. Mensch und Tier zogen je nach Saison um, stets auf der Suche nach Wasser. Auf dem Rundweg kann das ausgeklügelte, antike Bewässerungssystem erkundet werden. Zum Abschluss verzaubert der Fluss Verzasca mit seinem smaragdgrünen Wasser.
Beschreibung
Denkt man an Lavertezzo und das Verzascatal hat man die Steinbogenbrücke vor Augen, die sich über den smaragdgrünen Fluss spannt. Man denkt an die von der Natur geformten Swimmingpools, die zum Baden einladen. Kaum vorstellbar, dass dieses Tal einst an Wassermangel litt. Doch genau so war es: Das antike Bewässerungssystem mit seinen Auffangbecken, die in Stein gemeisselt wurden, ist das Thema dieser leichten Rundwanderung entlang des Flusses Verzasca.
Der Rundgang startet bei der Pfarrkirche von Lavertezzo und steigt zuerst bis Sambugaro auf. Er folgt zum Teil Wegen der Wander-Weidewirtschaft oder Transhumanz, sprich: Wegen, die von halbsesshaften Hirten benutzt wurden, um ihr Vieh auf mehrmals wechselnde Sommerweiden zu bringen. Im Frühling und Herbst bewohnt waren die Maiensässe Revöira, bestehend aus fünf Siedlungskernen, und Ca d Dént. Hier können einige Bestandteile des damaligen Bewässerungssystems entdeckt werden. Am ganzen Hang sichtbar: 35 ausgehöhlte, wannenförmige Granitblöcke mit einem Fassungsvermögen von rund 4800 Litern. Hier wurde Regenwasser aufgefangen. Sechs Zisternen sammelten das Grundwasser, um so Haushalte und Vieh mit dem «blauen Gold» zu versorgen.
Wer in die steilen Hänge oberhalb der Maiensässe blickt, kann sich nur schwer vorstellen, wie hier gemäht wurde. Das Wildheu wurde mit Heuseilen in die Maiensässe transportiert. Die Aufprallstellen (batüda) sind noch zu sehen. Der Wald im Verzascatal wurde bis weit ins 20. Jahrhundert zur Kohle und Bauholz-Produktion genutzt. Durch das Holzen verloren die Abhänge an Halt. Der Buchenwald, durch den der Pfad nun führt, musste aufgeforstet werden, um die Strasse zu schützen. Im Talgrund angekommen, wandert man durch den Weiler Motta und kurz darauf auf einer Brücke über den Fluss Verzasca. Hier wendet der Weg, auf der rechten Seite wird nun dem Flusslauf gefolgt. Meist im Wald geht es teilweise über Treppenwege bis Lavertezzo. Mal tosend und schäumend, mal ruhig und bedacht rauscht der kristallklare, smaragdgrüne Wildfluss durchs Tal. Die doppelbogige Ponte dei Salti, die kurz vor dem Ziel überschritten wird, ist ein bekanntes Fotomotiv. In den natürlichen Badewannen, die durch die Auswaschungen in den Felsen entstanden, wird viel gebadet – ein perfekter Abschluss vor der Rückkehr ins Dorf.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Lavertezzo
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|---|---|
| Zielort |
Lavertezzo
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| Richtung |
Rundtour
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| Aufstieg |
500 m
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| Abstieg |
500 m
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| Distanz |
8 km
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| Dauer |
2 h 50 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
2 h 50 min
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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| Signalisierung |
Signalisation in beide Richtungen
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Fakten
Routennummer
