Trans Swiss Trail
Übersicht
Einleitung
Eine Etappe für Bahnfreaks: Der Weg verläuft teils unmittelbar neben den Geleisen, passiert die Orte Göschenen und Andermatt, die in der Geschichte des Gotthardverkehrs eine wichtige Rolle spielten. Dazwischen die sagenumwobene Schöllenenschlucht.
Beschreibung
Wer kennt es nicht – das «Chileli» von Wassen. Wer mit dem Zug auf der alten Gotthardstrecke unterwegs ist, kann die barocke Kirche aus drei verschiedenen Perspektiven bestaunen. Sie ist deswegen zu einem Symbol der Gotthardbahn geworden. Weniger bekannt ist, dass in Wassen und Umgebung ab dem 19. Jahrhundert Granit abgebaut wurde. Das Material war wichtig für den Bau der Bahn in den 1870er-Jahren. Mehr zum damals wichtigen Industriezweig erfährt man im Freilichtmuseum Steinbruch Antonini direkt am Wanderweg.
Im Zentrum des Wanderwegs, der bis Göschenen auf der rechten Talseite verläuft, steht die historische Gotthardbahnstrecke. Unterwegs können auf Infotafeln spannende Fakten erfahren werden. Der Weg folgt teilweise dem alten Bahntrassee. Zahlreiche Aussichtspunkte mit Blick auf die berühmten Kehrtunnels und Viadukte der Gotthardstrecke liegen an der Strecke – ein Traum für jeden Bahnfan. Es geht durch Wald und saftige Wiesen, durch Tunnels und vorbei an schmucken Weilern und sprudelnden Wasserfällen. Immer wieder blickt man hinunter ins Tal, wo die Reuss fliesst. Weniger flüssig vorwärts geht es meist auf der Gotthardautobahn.
Nach rund fünf Kilometern folgt Göschenen. Das kleine Urner Bergdorf liegt am Nordportal des Gotthardtunnels. Spätestens ab hier kommen dann auch die Naturfans auf ihre Kosten – der Weg schlängelt sich durch die imposante Schöllenenschlucht. Diese wurde über Jahrtausende hinweg von der Reuss in den Granitfels gegraben; steile Felswände und beeindruckende Wasserfälle sind entstanden. Die Reuss ist jetzt ganz nah, das Tosen unüberhörbar und die Ausblicke auf die Wassermassen atemberaubend. Gefesselt von diesem Naturschauspiel nimmt man die folgenden 350 Höhenmeter kaum wahr.
Während Bahn und Autos sicher durch Tunnels fahren, sind die Wandernden auf diesem Wegabschnitt – wohl genau wie einst die Säumer – der Naturgewalt ausgesetzt: Schilder weisen auf die Steinschlaggefahr hin. Für die Mittagsrast nutzt man deshalb besser den offiziellen Picknickplatz mit Feuerstelle, der ein wenig vor der sagenumwobenen Teufelsbrücke liegt.
Die allererste Teufelsbrücke wurde im 13. Jahrhundert aus Holz gebaut – gemäss Sage mit Hilfe des Teufels. Die wilde Schöllenenschlucht wurde so passierbar gemacht und die Gotthardstrecke zur kürzesten Nord-Süd-Verbindung. 1595 hat man die hölzerne Brücke durch eine aus Stein ersetzt. Diese wurde jedoch später im Kampf zwischen Franzosen und Russen beschädigt, worauf zwischen 1820 und 1830 eine weitere Teufelsbrücke gebaut wurde. Auf dieser ist man heute zu Fuss unterwegs, während der motorisierte Verkehr über die darüber liegende, 1958 eröffnete neue Teufelsbrücke rollt.
Nachdem die Brücke überquert ist, öffnet sich allmählich das Tal und man erreicht das Hochtal von Andermatt. Das Dorf ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Schienen- und Strassenverkehr, denn es liegt zwischen wichtigen Alpenpässen wie Gotthard, Oberalp und Furka.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Wassen
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|---|---|
| Zielort |
Andermatt
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| Richtung |
Einweg
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| Aufstieg |
680 m
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| Abstieg |
160 m
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| Distanz |
10 km
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| Dauer |
3 h 15 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
2 h 40 min
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| Technische Anforderungen |
Mittelschwer
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| Konditionelle Anforderungen |
Mittelschwer
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| Geeignete Jahreszeit |
Mai - September
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| Thema |
Über einen Pass, Entlang dem Wasser, Durch eine Schlucht
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| Mehr Informationen | https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-2/etap... |
Fakten
Routennummer
