Genuss auf der Mittelland-Route. Im Fokus: Etappe 4 von Solothurn nach Aarau.
Einleitung
Von der schönen Barockstadt Solothurn einen Abstecher zum Burgäschisee, weiter entlang der tiefblauen Aare und vorbei an historischen Städtchen bis zur reizvollen Altstadt Aarau. Die vierte Etappe der Mittelland-Route wartet mit vielfältigen Highlights auf die Velofahrer.
Ferienregion Aargau Solothurn
Die beiden Mittellandkantone Aargau und Solothurn sind ein touristisches Überraschungspaket. Das dichte und durchgängige Veloroutennetz ist für Velofahrer besonders attraktiv. Unterwegs warten kleine historische Altstädte, die zum Verweilen und Geniessen inklusive kulinarischer Stärkung einladen.
Gemütlicher Einstieg am Burgäschisee.
Der Kurztrip mit den Velos beginnt in Solothurn, der schönsten Barockstadt der Schweiz. Nach einem Spaziergang durch die verkehrsfreie Altstadt mit den historischen Baudenkmälern, der weltbekannten St. Ursen-Kathedrale und kleinen Gasthäusern schwingen sich die Freunde aufs Velo. Die Tour startet gemütlich: Schön flach führt die Route quer durch das Wasseramt. Wie der Name bereits vermuten lässt, ist das Wasser hier allgegenwärtig. Mächtige Grundwasserströme, die beiden Flüsse Aare und Emme sowie die beiden einzigen Seen im Kanton Solothurn liegen in diesem Bezirk. Einer dieser Seen ist das heutige Ziel: Am Burgäschisee angekommen, stellen die Freunde die Velos ab, geniessen ein erfrischendes Bad und lassen den Abend ausklingen.
Restaurant und Hotel Seeblick
Direkt am Ufer des Burgäschisee gelegen bietet das Restaurant und Hotel Seeblick kulinarisches Vergnügen in einzigartiger Kulisse. Einheimische schätzen den »Seeblick» als Begegnungsort. Ortsfremde Gäste geniessen die Schönheit des einzigartigen Naherholungsgebietes.
Geschichtsträchtiger Burgäschisee
Der kleine See im Wasseramt steckt voller Geschichte: Vor über 6000 Jahren besiedelten Pfahlbauer das Ufer des Moorsees. Im Mittelalter lag die Herrschaft bei den Herren von Äschi, deren Burg bei einer Schlacht komplett zerstört wurde. Seit 2011 gehören die Fundstellen, die an die bewegte Vergangenheit des Sees erinnern, zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auch die Geschichte der Entstehung des Sees ist spannend: Das Seebecken ist eine Hinterlassenschaft des Rhonegletschers, ein sogenanntes Toteisloch.
In den Sattel, fertig, los.
Nach einer erholsamen Nacht und einem stärkenden Frühstück schwingen sich die Freunde in den Sattel. Ein letzter Blick zurück zum Burgäschisee und die Fahrt geht los. Zu Beginn ist das Juragebirge mit der Hasenmatt, dem höchsten Punkt im Kanton Solothurn, ständiger Begleiter. Bei Wangen an der Aare fällt die schmucke Altstadt sofort ins Auge. Das kleine Städtli trumpft mit seinem reizvollen Zentrum und der gedeckten Holzbrücke über die Aare. Ein Zwischenstopp lohnt sich. Nun folgen die Freunde der vierten Etappe der Mittellandroute.
Nächster Halt: Aarburg.
Der idyllische Veloweg führt meist dem Flussverlauf der Aare entlang. Mit seinen 288 Kilometern ist die Aare der längste, gänzlich in der Schweiz verlaufende Fluss. Unterwegs kommen die Freunde immer wieder an kleinen Dörfer und Städtchen vorbei. In Aarburg lohnt es sich, einen Halt einzulegen und sich zu stärken. Das Aarestädtchen, das 1123 erstmals urkundlich erwähnt wird, ist Mitglied der Vereinigung die schönsten Dörfer der Schweiz. Die Sehenswürdigkeit von Aarburg ist die Festung auf dem langgestreckten Felsriegel, die die Altstadt überragt. Der historische Stadtkern lädt zum Flanieren ein und trumpft mit imposanten Bauwerken, die Gäste zum Staunen bringen.
Wo die Aare rückwärts fliesst
Interessant: Das natürliche Wasserbecken und die Strömung gegen den Felsen lassen die Aare bei Aarburg rückwärts fliessen. Der Fels lenkt einen Teil der Strömung um, gleichzeitig erhöht sich der Wasserspiegel zyklisch und es entstehen Wasserwirbel. Diese halten das Wasser zurück und es wird flussaufwärts gedrängt. Wird der Druck zu stark, entleert sich das Becken. So entsteht die grösste natürliche Wasserwaage Europas.
Bally Park
Der nächste Halt ist im Bally Park in Schönenwerd. Der vom Schuhfabrikant Carl Franz Bally zwischen 1868 und 1890 angelegte Park ist heute ein gut erhaltenes Beispiel eines Landschaftsgartens im englischen Stil. Im Bereich des Kosthauses fliessen ausserdem Elemente eines geometrischen Architekturgartens ein. Die miniaturisierten Pfahlbauten in der Mitte des Parks sind ein europäisches Unikat. Der Park zwischen Bahnlinie und Aarelauf ist ein grünes Juwel.
Ziel erreicht. Nach 59 Kilometer im Sattel ist Aarau erreicht.
Aarau, die Stadt der schönen Dachgiebel.
In der Hauptstadt des Kanton Aargaus angekommen, machen die Freunde einen Spaziergang durch die historischen Gassen und geniessen das quirlige Stadtleben. Ein Blick nach oben lohnt sich unbedingt: In Aarau finden sich die schönsten Dachuntersichten, sogenannte Dachhimmel, der Schweiz. Das eigentliche Ziel in Aarau ist der Schlossbiergarten im Herzen der Stadt. Im lauschigen Schlosspark stillen die Freunde ihren Durst mit dem lokalen Bier und füllen ihre Energiespeicher mit einer kleinen Köstlichkeit der Küche.