5 Etappen und viel Genuss: Loipen-Safari Graubünden

Scrollen

List von Links die direkt zu Ankerpunkten auf dieser Seite führen.

Einleitung

Die Loipen-Safari führt in fünf Etappen quer durch Graubünden. Alles ist organisiert: Hotel, Gepäcktransport und Zug. So reist man bequem durch die grösste Schweizer Langlaufregion. Von einer Topdestination zur nächsten bleibt Zeit für das Wesentliche: Ganz patgific die Vielfalt unterwegs zu entdecken, auf und neben der Loipe. Ein Reisebericht von den ersten Kilometern.

Aller Anfang ist leicht

Scrollen

Nachdem wir bereits am Vorabend in Davos – dem Startpunkt unserer fünftägigen Safari – angekommen sind, starten wir den ersten Loipentag ganz entspannt. Kein Wecker, kein Zeitdruck – Termine haben wir zuhause genug. Diese Woche soll ganz im Zeichen des genussvollen Tempos stehen.

Als die ersten Sonnenstrahlen über den Hausberg streichen und die Fassade unseres Hotels in warmes Licht tauchen, macht sich auch bei uns der Bewegungsdrang bemerkbar. Die innere Uhr – oder war es doch der Magen? – meint, es sei nun Zeit, in die Gänge zu kommen.

Noch bevor wir das reichhaltige Frühstücksbuffet erreichen, steigt uns verlockender Kaffeeduft in die Nase. Ein Birchermüesli, etwas Rührei und ein paar Scheiben knuspriges Brot landen auf unseren Tellern. Das bringt uns auf Touren für die erste Etappe. Die Köpfe über die Loipenkarte gebeugt, gönnen wir uns noch eine zweite Tasse und entscheiden uns, wohin die erste Langlauftour führen soll. 

Klassisches Seitental zum Einstieg

Scrollen

Nach einem kurzen Umziehstopp im Zimmer holen wir im Skiraum unsere klassischen Skis und machen uns auf den Weg. Der Einstieg in die Loipe ist vom Hotel aus bequem zu Fuss erreichbar.

Noch frösteln wir ein wenig, doch das soll sich bald ändern: Für den heutigen Auftakt haben wir uns vorgenommen, das idyllische Seitental Sertig zu erklimmen.

Zunächst verläuft die Loipe sanft einem Bach entlang. Doch mit dem Abzweiger ins Seitental beginnt der Anstieg. Und der hat es in sich. Der Atem wird kürzer, aber wir finden unseren Rhythmus. Die Ski halten gut und so gleiten wir gleichmässig auf der Loipe hoch. Man spürt, dass man lebt. Ein letzter Schub über die Kuppe, dann öffnet sich vor uns eine fantastische Aussicht: eine weite Hochebene, eingerahmt von einem majestätischen Bergpanorama. Geschafft!

Lokale Energieversorgung

Scrollen

In der Ferne erblicken wir eine kleine Kapelle, dahinter, etwas versteckt, liegt das Dörfchen Sertig mit sonnengebräunten Holzhäusern. Das muss unser Tagesziel sein. Unterdessen geht es leicht abwärts. Das Restaurant im altehrwürdigen Walserhaus ist denn auch schnell erreicht. Der Ort ist gut besucht, doch wir erwischen noch einen Tisch draussen. Zurücklehnen, durchatmen.

Auf dem Nachbartisch dampft eine hausgemachte Gerstensuppe in der Mittagssonne. Sieht fein aus. Der vermeintlich kurze Blick in die Karte dauert etwas länger. Bündnerplättli oder doch lieber Capuns? Am liebsten würden wir gleich alle Lokalgerichte probieren. Schlussendlich entscheiden wir uns für Letzteres, dazu eine Portion Maluns – eine aus Kartoffeln zubereitete, vegetarische Spezialität aus der Region. Dazu wird Apfelmus und rezenter Bündner Bergkäse am Stück serviert. Genuss pur. Noch ein kurzer Espresso und weiter im Text. Die Nusstorte sparen wir uns als Motivation für später auf.

Sonnenbänkli und Whirlpool

Scrollen

Die hart verdienten Höhenmeter vom Morgen verwandeln sich rasch in Stundenkilometer. Mit Schuss geht’s abwärts, doch die Abfahrt endet abrupt. Nicht etwa eines Sturzes oder Stockbruchs wegen, vielmehr stand das Sonnenbänkli einfach zu einladend am Loipenrand, um achtlos daran vorbeizusausen. Also: Pause!

Mit zusätzlicher Sonne im Tank machen wir uns schliesslich an den letzten Abschnitt. Dem Fluss entlang schlängeln wir uns rasant ins Tal. Im Augenwinkel fliegen die Bäume vorbei und bald sind wir wieder im Hotel. Das reicht für heute, zumindest was Langlauf betrifft. Raus aus der Sportausrüstung und rein in den Bademantel. Im Whirlpool erwartet uns wohlverdiente Muskelentspannung, bevor wir den Abend gemütlich ausklingen lassen. Danach ist Lichterlöschen. Gute Nacht.

Ohne Gepäck ins neue Abenteuer

Scrollen

Der nächste Morgen beginnt fast wie der letzte: aufstehen, frühstücken und rein in die Langlaufmontur. Heute steht die zweite Etappe unserer Loipen-Safari an. Wir ziehen weiter in die nächste Langlaufregion. Am Hotelempfang steht bereits Michelle und nimmt unsere Taschen entgegen. Die Tourorganisatorin bringt sie direkt ins Etappenziel.

Dank dem inbegriffenen ÖV-Ticket befördern wir uns selbst ohne Gepäck bequem zur Loipe. Nur eines dürfen wir nicht vergessen: unsere Skis. Unterwegs warten neue Strecken und neues Glück. Heute hätten wir beide Lust auf Skating. Mal sehen, was der Tag so bringt – Hauptsache ganz patgific, versteht sich.