Au fil du Doubs
Übersicht
Einleitung
Kaum vorstellbar, wie viel Industrie (Glasereien, Sägereien, Mühlen) es vor 200 Jahren am Doubs gab. Heute zeugen nur noch vereinzelt Spuren von der intensiven industriellen Tätigkeit, so in Le Theusseret kurz vor Goumois, dem Ziel der zweiten Etappe.
Beschreibung
Der Doubs fliesst von Les Brenets bis Brémoncourt durch die Schweiz und bildet fast immer die natürliche Grenze zu Frankreich. Typische Kulturlandschaft im Naturpark Doubs: offene Wytweiden und Wälder, die sich mosaikartig abwechseln. Über Jahrhunderte sind diese Flächen durch Viehhaltung, Pferdezucht und die Forstwirtschaft entstanden. Am Nordrand der Hochebene fällt das Gelände steil zum Doubs ab. Der Fluss hat teils canyonartige Schluchten geformt und fliesst mal sanft, mal wild durchs Tal. Der natürliche Wert dieser Gegend geht einher mit der hohen Diversität und Seltenheit zahlreicher Lebensräume wie Auengebiete, Wildblumenwiesen, Einzelbäume, Hecken, Ufer oder eben die typischen Wälder und Wytweiden.
Bei La Maison Monsieur beginnt die Wanderung. Ein kleines Stück der Autostrasse entlang, wird bei La Rasse die Brücke überquert und somit die Grenze zu Frankreich. Leicht aufsteigend folgt man dem schönen Pfad auf den Anhöhen der Côtes-du-Doubs und erreicht schliesslich Biaufond, wo sich dutzende Schwäne und Enten auf dem gleichnamigen See tummeln. Wie bei Flusstälern in Karstgebieten üblich, bietet der Canyon für Pflanzen und Tiere besonders vielfältige Lebensräume: Felsklippen, Geröllhalden, Hochwasser- und Niederwassergerinne, Flusswindungen, Inseln und Altläufe. Der Doubs macht nach dem Lac de Biaufond einen Rechtsknick. Der Wanderweg geht hier ausnahmsweise bergwärts weiter, rund 100 Höhenmeter werden überwunden.
Bis La Goule vergehen gut drei weitere Stunden. Wenig später folgt das Waldreservat von La Theusseret, welches 1992 geschaffen wurde und mit 89 ha eines der zehn grössten der Schweiz ist. Im Reservat wird die Natur sich selbst überlassen und kein Holz mehr genutzt. Vorbei am Kraftwerk endet die Etappe nach rund fünfeinhalb Stunden in Goumois. Das Dorf liegt teilweise auf Schweizer und teilweise auf französischem Boden, der Doubs bildet die Landesgrenze. Obwohl die Grenzen seit dem Wiener Kongress gezogen sind, teilen sich die beiden Dorfteile seit jeher die Infrastruktur. So steht beispielsweise die Schule auf Schweizer, die Kirche aber auf französischem Boden.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Maison Monsieur
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|---|---|
| Zielort |
Goumois
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| Richtung |
Einweg
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| Höhe (Meter über Meer) |
500 m ü.M.
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| Aufstieg |
560 m
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| Abstieg |
680 m
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| Distanz |
21 km
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| Dauer |
5 h 35 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
5 h 45 min
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Geeignete Jahreszeit |
März - Oktober
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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Fakten
Routennummer
