Thurweg
Übersicht
Einleitung
Durch den renaturierten Frauenfelder Murgauen-Park erreicht man die Thur. Nach einem Abstecher in die Kartause Ittingen folgt der Weg wieder dem Fluss. Vom Weiler Fahrhof an weicht der begradigte Flusslauf einer naturbelassenen, mäandrierenden Thur.
Beschreibung
Die vorletzte Etappe des Thurwegs beginnt in der Hauptstadt des Kantons Thurgau. Die Route führt unmittelbar durch den Murg-Auen-Park vorbei am Naturschutzgebiet Allmend. Historisch betrachtet handelt es sich um Weiden- und Waldflächen, die von den Bewohnern und Bewohnerinnen eines Siedlungsverbands früher gemeinwirtschaftlich genutzt wurden. Heute ist die Allmend bei Frauenfeld ein Auenschutzgebiet und gleichzeitig Übungsgelände für das Militär.
Nach der ersten Überquerung der Thur führt der Weg zur Kartause Ittingen, einem ehemaligen Kartäuserkloster mit über 850 Jahren Geschichte. Diese in Warth gelegene Anlage zählt zu den wichtigsten Kulturdenkmälern der Region und fungiert heute als Kultur- und Begegnungszentrum mit einem Museum, einem Hotel, Restaurant und Gärten. Hier wächst auch der Hopfen für das schweizweit bekannte Ittinger Amber Bier.
Entlang der Weinreben des Klosters und durch landwirtschaftlich genutzte Weiden erreicht man Uesslingen. Hier erfolgt erneut die Überquerung der Thur. Auf der linken Uferseite setzt sich die Wanderung bis zur nächsten Brücke fort. Nach dem erneuten Wechsel der Seite gelangt man ins Auengebiet Schäffäuli. Auf dem Weg wird unverkennbar die Thurkorrektion sichtbar. Oft führt der Pfad direkt auf dem Damm entlang, neben der Vorlandfläche der Thur und dem Binnenkanal auf der gegenüberliegenden Seite. Dank dieser Korrektion kann das dahinterliegende Kulturland heute landwirtschaftlich genutzt werden.
Die erste Thurkorrektion geht auf das Jahr 1867 zurück, als der Kanton Thurgau gegründet wurde. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts schlängelte sich die Thur in ausgedehnten Mäandern durch das Thurtal und verursachte häufig Überschwemmungen in den Siedlungen. Nur punktuell erstellte Verbauungen lenkten das Hochwasser jeweils zur nächsten Gemeinde, was für anhaltende Streitereien sorgte. Diese sind heute beigelegt.
Die Etappe setzt ihren Weg fort, indem sie den Schleifen der Thur durch bewaldete Abschnitte, Wiesen und Naturschutzgebiet folgt. Die letzte Thurüberquerung führt direkt zum Schloss Andelfingen. Andelfingen staffelt sich über mehrere Geländestufen am steilen Hang oberhalb des Flusslaufs. Der Ort zeichnet sich an höchster Stelle durch den Kirchbezirk aus, um den sich Bauernhäuser in regionaltypischer Riegelbauweise gruppieren. Die gedeckte Holzbrücke über der Thur zeugt von einer langen Siedlungsgeschichte Andelfingens als Brücken- und Zollort mit regionaler Zentrumsfunktion.
Über der Brücke und den alten Mühlen thront das Schloss Andelfingen. Das Schloss besitzt einen wunderschönen und gepflegten Schlosspark, der heute noch zu den bedeutendsten der Schweiz zählt. Die Parkanlage ist tagsüber ganzjährig öffentlich zugänglich. Im Winter finden in den Schlossräumen kulturelle Veranstaltungen statt.
Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein
| Startort |
Frauenfeld
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|---|---|
| Zielort |
Andelfingen
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| Richtung |
Einweg
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| Höhe (Meter über Meer) |
380 m ü.M.
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| Aufstieg |
220 m
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| Abstieg |
220 m
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| Distanz |
24 km
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| Dauer |
5 h 50 min
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| Dauer umgekehrte Richtung |
5 h 50 min
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| Technische Anforderungen |
Leicht
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| Konditionelle Anforderungen |
Schwierig
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| Geeignete Jahreszeit |
Ganzes Jahr
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| Thema |
Entlang dem Wasser
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Fakten
Routennummer
