11 Fakten rund um den Schweizer Käse

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Die Schweiz ist ein Käseland. Käse ist typisch für die Schweiz und gehört zu uns wie Uhren und Schokolade. Jedes Jahr konsumieren Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf gut 22 kg. Schweizer Käse wird jedoch auch auf der ganzen Welt geliebt: Für seinen einzigartigen Geschmack, seine unbestrittene Qualität und seine Authentizität. Grund genug, um sich genauer mit dem Milchprodukt auseinanderzusetzen. Entdecke jetzt 11 Fakten über den Schweizer Käse.

Aus Schweizer Milch wird Käse

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Über 40 % der Schweizer Milch wird zu feinstem Schweizer Käse verarbeitet. Für 1 kg Käse werden rund 10 l frische Milch benötigt.

Über 700 ­verschiedene Sorten

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In der Schweiz werden über 700 verschiedene Käsesorten hergestellt. Von mild bis rezent und von weich bis extrahart ist für jeden Geschmack etwas dabei. Eines haben sie alle gemeinsam: Das Ausgangsprodukt für die Herstellung ist Schweizer Milch. Schweizer Käse wird in verschiedene Käsetypen eingeteilt: Extrahartkäse, Hartkäse, Halbhartkäse, Weichkäse, Frischkäse sowie Streich- und Schmelzkäse.

Die berühmten Sorten

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Die bekanntesten traditionellen Schweizer Käsesorten sind: Emmentaler AOP, Le Gruyère AOP, Appenzeller®, Raclette Suisse®, Sbrinz AOP, Tête de Moine AOP und Tilsiter. AOP steht für «Appellation d’Origine Protégée», auf Deutsch «geschützte Ursprungsbezeichnung». So ausgezeichnete Produkte werden in einer klar definierten Region erzeugt, verarbeitet und veredelt. Beim Käse mit einem AOP-Label stammt die Milch aus derselben Region, in der sie verkäst und in welcher der Käse bis zur Erreichung der gewünschten Reife gepflegt wird.

100 % natürlich

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Schweizer Käse ist ein Naturprodukt und wird ohne künstliche Zusätze hergestellt. Bei der Käseherstellung werden weder Zusatzstoffe noch gentechnisch veränderte Substanzen eingesetzt. Damit entspricht der Käse perfekt dem Bedürfnis unserer Zeit nach echten Produkten und gesunder Ernährung.

Wichtige Nährstoffe

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Schweizer Käse ist nicht nur schmackhaft, sondern liefert darüber hinaus viele Nährstoffe, die der Körper täglich benötigt. Der Käse gehört unter anderem zu den kalzium- und eiweissreichsten Lebensmitteln. Bereits 30 g Hartkäse oder 60 g Weichkäse decken rund ein Drittel des empfohlenen Kalziumbedarfs einer erwachsenen Person. Zudem enthält 30 g Hartkäse bis zu 36 % Eiweiss. Nebst dem hohen Kalzium- und Proteingehalt liefert Käse zahlreiche Vitamine, insbesondere Vitamin B2 und Vitamin B12 sowie Phosphor.

Laktosefrei

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Extrahartkäse, Hartkäse oder Halbhartkäse enthalten keine Laktose. Diese geht zu einem grossen Teil beim Käsen in die Molke über. Der restliche Milchzucker wird während der Käsereifung vollständig abgebaut. Diese Sorten werden damit bei Laktoseintoleranz problemlos vertragen. Halbhartkäse sind zudem meistens gut verträglich, da sie nur noch Spuren von Milchzucker enthalten. Frischkäse und Weichkäse hingegen weisen noch einen gewissen Gehalt an Laktose auf.

Harte Schale, ­weicher Kern

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Fast jeder Käse hat eine Rinde. Die Oberfläche und damit äusserste Schicht des Käses wird als Käserinde bezeichnet. Sie schützt vor Verschmutzungen und Schimmelbefall und sorgt dafür, dass der Käse nicht austrocknet. Die Käserinde hat aber auch Einfluss auf den Geschmack des Käses. Je nach Art und Weise, wie die Rinde vom Käser behandelt wird, schmeckt sie und somit auch der Käse anders.
Schon gewusst? Schweizer Käserinde ist unproblematisch. Mit dem Branchenkodex wird bei der Käseherstellung und Pflege freiwillig auf den Einsatz von antibiotisch wirkenden Zusatzstoffen (wie z.B. Natamycin) verzichtet. Somit kann beim Schweizer Käse die Rinde problemlos mitgegessen werden – auch wenn sie zugegebenermassen nicht bei allen Sorten gleich gut schmeckt.

Täglich frische Milch

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Schweizer Käse wird aus frischer Milch hergestellt, welche täglich von umliegenden Bauernhöfen an die Käsereien geliefert wird. Die Entfernung der Höfe zur Käserei beträgt dabei maximal 20 km (z.B. für den Le Gruyère AOP). Die Eigenschaften der Milch sind bereits mitverantwortlich für den endgültigen Charakter des Käses. Zudem schonen die kurzen Wege die Umwelt und garantieren zugleich ein Maximum an Frische.

Schweizer Dorfkäserei

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Die traditionellen Käsesorten werden auch heute noch in den Dorfkäsereien produziert und nicht in grossen Käsefabriken. Jeder Laib wird nach wie vor nach überlieferten Rezepturen handwerklich in kleinen Schweizer Dorfkäsereien gefertigt. Denn Tradition wird in der Schweiz auch heute noch grossgeschrieben. Und auch Käse, welchen du vorgeschnitten und abgepackt beim Grossverteiler kaufst, kommt aus der Dorfkäserei.

Die Löcher ­im Käse

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Für die Entstehung der Käselöcher sind nicht etwa hungrige Mäuse, sondern winzige Bakterien verantwortlich. Diese speziell gezüchteten Bakterien werden zu Beginn der Käseherstellung der Milch zugefügt. Beim Emmentaler AOP entstehen die grossen Löcher durch Gärungsprozesse im Verlauf der sogenannten Propionsäuregärung. Zuerst vergären die Milchsäurebakterien den Milchzucker unter anderem zu Milchsäure und verursachen dabei Kohlendioxid. Da das Gas nicht entweichen kann, sammelt es sich in unterschiedlich grossen Hohlräumen in der Käsemasse an.

Swiss Cheese Awards

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Alle zwei Jahre findet im Herbst die Schweizer Käsemeisterschaft, die Swiss Cheese Awards, statt. Ein hoch angesehener und professioneller Wettbewerb, an dem die besten Käse unseres Landes ausgezeichnet werden. Mehr als 900 Käselaibe werden nach klaren Regeln durch eine Jury getestet und in 28 Käsekategorien ein Gewinner sowie der Swiss Champion erkoren.