Gratwege ins Glück. Das Trailrunning-Paradies von Stéphane Aymon.

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Einleitung

Wandern ist ihm zu langsam. Darum hat Stéphane Aymon Trailrunning für sich entdeckt. Auf den Gratwegen rund um Nendaz und Veysonnaz trainiert er für den 70 Kilometer langen Grand Parcours des Nendaz Trail – und bringt seinen Körper gerne an seine Grenzen.

Nendaz und Veysonnaz, Wallis.

Die beiden Bergorte Nendaz und Veysonnaz liegen einander gegenüber am Eingang des Val de Nendaz. Sie thronen auf 1300 Metern über dem Rhonetal und sind beide von Sitten/Sion aus mit dem Postauto in 45 Minuten erreichbar. 

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Nendaz
Wallis
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Magische Momente.

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Es ist 6:30 Uhr. Endlich blinzelt die Sonne über die Bergspitzen am Horizont. Das warme Licht der ersten Sonnenstrahlen zaubert ein wundervolles Schattenspiel an den buschigen Grat. In stetem Auf und Ab schlängelt sich der schmale Weg dem Kamm entlang. Verlockung pur. Der Einzige, der bereits am Mont Rouge (2490 m ü. M.) oberhalb Veysonnaz unterwegs ist, ist Stéphane Aymon – im rassigen Lauftschritt. Kalte Morgenluft durchflutet seine Lungen, Energie strömt in seinen Körper. Für solch kraftvolle Momente steht der passionierte Trailrunner aus Nendaz gerne früh auf.

Du läufst über diese spektakulären Gratwege und denkst: wow, grandios!
Stéphane Aymon, leidenschaftlicher Trailrunner

Von Skitouren zum Trailrunning.

Stéphane geht im Winter leidenschaftlich gerne auf Skitouren. Seit einigen Jahren nimmt er auch an Skitourenrennen teil. Den Körper herausfordern und sich mit der Natur verbunden fühlen – das reizt ihn. Auf der Suche nach einer sportlichen Herausforderung im Sommer hat er Trailrunning entdeckt. 

Stéphane Aymon
Wenn man rennt, fühlt man sich leicht, frei und in Harmonie mit der Natur. Man lebt im Moment.
Stéphane Aymon
Wallis, Sommer, Berg, Wiese, Panorama, Mann, Running/Trailrunning, Morgenstimmung

Das Trail-Paradies vor der Türe.

Der junge Walliser verbringt möglichst viel Freizeit in der Natur. Umso mehr schätzt es Stéphane, dass er aus Liebe zu den Bergen vor sechs Jahren von der Rhone-Ebene nach Nendaz gezogen ist. Seither liegen die Trails vor seiner Türschwelle. Nirgends kann der sportliche Naturliebhaber besser abschalten und auftanken als bei einem intensiven After-Work-Run auf “seinen“ Hometrails. 

„Ich entdecke immer wieder Neues», freut sich Stéphane. Mal erspäht er ein Edelweiss, dann beobachtet er Minuten lang einen Steinbock.

«Wandern ist mir zu langweilig.»

Am liebsten erkundet Stéphane die Walliser Bergwelt im Lauftempo. «Wandern ist mir zu langsam», erklärt er, «ich sehe nicht genug dieser unglaublich vielseitigen Landschaften.» Fast 250 Kilometer umfasst das Wanderwegnetz von Nendaz und Veysonnaz, das von beiden Orten aus bequem auch mit Bergbahnen erreichbar ist. Bekannt ist die Region vor allem für ihre Suonenwege: leicht geneigte Wanderwege entlang historischer Wasserleitungen. Am reizvollsten findet Stéphane jedoch die Gratwege. «Es gibt wenig Orte, wo man über solch spektakuläre Grate laufen kann», sagt er mit leuchtenden Augen.

Innehalten und staunen: Für die prächtige Aussicht auf die Zacken der Aiguilles Rouges d‘Arolla und den vergletscherten Gipfel des Pigne d‘Arolla lohnt es sich anzuhalten.

Den Körper herausfordern.

Joggen mochte Stéphane nie besonders. Das Berglaufen hingegen packte ihn sofort. Je mehr er mit seinen Laufschuhen unterwegs ist, desto weiter und höher, über noch mehr Grate und Gipfel will er laufen. Um die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit auszuloten, nimmt er drei bis vier Mal pro Sommer an einem Trailrunning-Rennen teil. Sein bevorzugtes Rennen findet direkt vor seiner Haustüre statt: der Nendaz Trail. Dort stand er schon mehrfach auf dem Podest. «Das Erlebnis und die persönliche Herausforderung bedeuten mir mehr als zu gewinnen», meint der Walliser dennoch bescheiden.

Der Nendaz Trail. Ein Rennen mit Charme.

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Ein Geheimtipp in Läuferkreisen.

Der Nendaz Trail gehört zu den noch weniger bekannten Trailrunning-Rennen der Schweiz. Er erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Seit seiner Erstaustragung 2014 ist die Teilnehmerzahl von 250 auf 785 in 2019 gestiegen. Mit 3590 Höhenmetern auf 70 Kilometer Distanz und dem höchsten Punkt auf fast 3000 Metern gilt der Grand Parcours als technische und fordernde Strecke. Er führt durch lichte Tannenwälder, über tiefgrüne Weiden, vorbei an farbintensiven Stau- und Bergseen bis ins hochalpine Terrain am Fusse der Gletscher. «Eine wilde, zauberhafte Landschaft – und auf weiten Strecken läuft man ganz alleine», schwärmt Stéphane Aymon. Rund 80 Athleten aus 11 Nationen nahmen 2019 am Grand Parcours teil.

Ein Rennen ist ein Abenteuer für sich. Eine Art Selbstbeobachtung.
Stéphane Aymon, mehrfach unter den Top 3 beim Nendaz Trail

Drei Strecken für jedes Niveau.

Auch der 30 Kilometer lange Petit Parcours bietet Trailrunning-Genuss vom Feinsten. Für weniger Ambitionierte, die jedoch gerne einmal in das Milieu eines Rennens eintauchen möchten, bietet sich der 16 Kilometer lange Parcours Dévouverte an. 

Weitere Informationen zum Nendaz Trail


  • Grosser Parcours Distanz: 70 km
    Höhenmeter: 3590 m
  • Kleiner Parcours Distanz: 30 km
    Höhenmeter: 1890 m
  • Entdecker-Parcours Distanz: 16 km
    Höhenmeter: 840 m
An Panorama mangelt es nirgends, erst recht nicht auf der Pointe de Balavaux. Im Hintergrund der Stausee Lac de Cleuson.

14 Trailrunning-Routen für jeden Gusto.

Stéphane ist einer der aktivsten Trailrunner der Region. Zusammen mit zwei weiteren lokalen Läufern hat er die 14 schönsten Trailrunning-Routen entwickelt. Jede Strecke ist eine Rundtour und führt durch eine andere Gegend. «Wir haben vielfältige und attraktive Routen zusammengestellt – sowohl ambitionierte Läufer wie auch Trailrunning-Einsteiger kommen auf ihre Kosten», erklärt Stéphane enthusiastisch.

Die Routen können als gpx-Tracks heruntergeladen werden, die Strecken des Grand Parcours und des Petit Parcours sind permanent ausgeschildert.

Zu den Trailrunning-Routen

Schöner als im Traum. Der Blick über den Stausee Lac de Cleuson ist Balsam für die Augen – und die Seele.

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