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Einleitung

Hinauf durch das wilde Val Bavona bis nach San Carlo, zahlreiche Bergsturzgebiete und ursprüngliche, schöne Weiler querend. Ab hier folgt der anstrengendste Teil der Etappe: Schmale Pfade steigen über mehrere steile Talstufen hoch zur Capanna Basodino.

Umleitung / Sperrung

Auf dieser Route gibt es Umleitungen oder Sperrungen. Mehr Informationen hier

Beschreibung

Diese Etappe verbindet Bignasco mit der Basodino-Hütte und steigt fast ausschliesslich bergauf – gute Beine sind jetzt also gefragt. Aber keine Sorge: In der zweiten Hälfte und bevor es richtig steil wird, gibt es eine Abkürzungsmöglichkeit. Dazu aber später: Vorher taucht man nämlich der Bavona folgend hinein ins ursprüngliche, abgelegene Tal, das nur im Sommer bewohnt ist. Auf der sonnigen Talseite am Rand von Kastanienselven gewinnt der Pfad an Höhe. Im Auf und Ab passiert er bis nach San Carlo zwölf Weiler, hier Terre genannt. Nach Fontana steigt der plattige Weg im dichten Wald zum nächsten Weiler Sebbione. Die Bewohner nutzten für ihre Siedlungen, Ställe und Keller die Blöcke als natürliche Bauhilfen. Kulturland ist rar, nur rund 1.5 % des Tales sind nutzbar. Deshalb wurden grosse Felsblöcke mit Erde eingedeckt und als zusätzliches Ackerland genutzt. Bei Ritorto wandern wir kurz auf der Strasse, die das Tal erst seit 1950 erschliesst und mit dem Kraftwerksbau im Robieigebiet entstanden ist.

Foroglio überrascht mit seinem Wasserfall, der rund 110 Meter über eine Felswand heruntertost. Bei der Brücke lädt ein Grotto zur Einkehr. Eine kurze Wanderung hoch zum Tal des Wasserfalles bietet sich an. Als ehemaliges Gletschertrogtal ragen hier die Felswände oft steil auf, bis sich die nächste Geländeterrasse abflacht. Gemächlich durch den Wald auf steinigen Pfaden quert man bei Roseto erneut den Talfluss Bavona.

Die Schönheit der Weiler in dieser Gegend gründet auf strengen Gesetzen zur Bewahrung der traditionellen Identität. So gibt es ausser in San Carlo keine Stromanschlüsse, welche die Landschaft verschandeln. Ein besonderes Kleinod ist die ursprüngliche Siedlung Sonlerto. Deren Häuser und Ställe wurden auf einem Bergsturzkegel zwischen die Felsblöcke gebaut. Mit solchen ist auch der Wald bis San Carlo übersät.

Nach der traditionellen Herberge führt die Strasse noch einige Minuten weiter und gelangt direkt zur Talstation der Seilbahn (Abfahrtszeiten beachten). Die Seilbahn San Carlo - Robièi ist ganzjährig für den Transport des Wartungspersonals der Wasserkraftwerke in Betrieb und befördert während der Hochsaison mehr als 20'000 Personen pro Jahr. Während der Bauarbeiten am Kraftwerk beförderte die Seilbahn sogar Lastwagen in die Höhe.

Wer zu Fuss unterwegs ist, für den beginnen die anstrengendsten, gut fünf Kilometer hinauf zum Etappenziel: Die Wanderung folgt der Strasse bis zu einer Wasserfassung der Kraftwerke und geht dann in einen Pfad über. Durch den wilden Bergwald über die erste Talstufe kommt man hoch zur Alp Campo (Bavona). Das Tal wird nochmals enger, die Felswände ragen steiler in den Himmel. Der wilde Fluss bahnt sich seinen Weg durch das blockdurchsetzte Bachbett. Hoch oben auf einem Felsvorsprung: die Capanna da Basodino, das Tagesziel. In steilen, zum Teil mit Seilen gesicherten Serpentinen schlängelt sich der Weg durch die Felsen. Richtung Südwesten erhascht man einen ersten Blick auf den Basòdino-Gletscher. Jetzt ist es nicht mehr weit zur gemütlichen Hütte. Tipp: Wer es etwas komfortabler mag, kann eine Viertelstunde weiter im sechseckigen Turm übernachten, der heute als Berghotel dient. Ursprünglich wurde er zur Unterbringung der Arbeiter errichtet, die in den 60ern das Wasserkraftwerk bauten.

Zu einer genussreichen Tour gehört die sorgfältige Planung derselben. Informieren Sie sich bitte vorher bei der lokalen Informationsstelle über die Strecken- und Wetterverhältnisse. Je nach Jahreszeit und Witterungsverhältnissen kann diese Route gesperrt oder unterbrochen sein

Technische Angaben

Inhalte Technische Angaben anzeigen
Startort
Bignasco
Zielort
Robiei
Aufstieg
1850 m
Abstieg
460 m
Distanz
19 km
Dauer
7 h 20 min
Dauer umgekehrte Richtung
5 h 50 min
Technische Anforderungen
Mittelschwer
Konditionelle Anforderungen
Schwierig

Route

Walserweg Gottardo

Binn - Obersaxen, St. Martin
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Karte

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Fakten

Routennummer

Etappe: 7/14

Distanz

19 km

Dauer

7 h 20 min

Aufstieg

1850 m